Satellitenbilder zum Syrien-Angriff Was Trumps "Tomahawks" trafen - und was nicht

Fast 30 Tonnen Sprengstoff auf Assads Stützpunkt Schairat - und jetzt wird dort schon wieder geflogen? Aktuelle Luftaufnahmen zeigen die Anlage, die US-Präsident Trump angreifen ließ, größtenteils intakt.


US-Präsident Donald Trump reagierte auf die Bilder der erstickenden Kinder von Chan Scheichun umgehend: Noch während des Besuchs von Staatschef Xi Jinping zog sich Trump mit seinem Sicherheitsstab zurück und befahl eine Strafaktion. Russland sei vorab informiert worden, erklärte das Pentagon.

Ziel: die Luftwaffen-Basis des Assad-Regimes, von der aus die Angriffe mit dem Nervengift Sarin auf Chan Scheichun geflogen wurden. Laut Pentagon schossen die Schiffe "USS Porter" und "USS Ross" insgesamt 59 Lenkwaffen vom Typ "Tomahawk" auf den Flughafen Schairat.

500 Kilogramm Sprengstoff stecken in jedem der ferngesteuerten Geschosse. Laut syrischer Staatsagentur entstand "großer materieller Schaden". Bilder, die jetzt vom US-Militär, von Russland und vom Satellitenbilderdienst DigitalGlobe veröffentlicht wurden, zeigen aus der Luft nur relativ geringe Schäden (hier zur Fotostrecke):

  • Hangars: Die mit meterdicken Betondecken überspannten Unterstände für Flugzeuge sind weitgehend unbeschädigt.
  • Zu- und Abfahrten: Zwischen den Hallen und den Startbahnen ist Asphalt zerstört
  • Start- und Landebahnen: intakt.
Fotostrecke

11  Bilder
Tomahawks auf Schairat: Was aktuelle Satellitenfotos zeigen

Oberbefehlshaber Trump rechtfertigt sich

Am Freitag hieß es, vom Rollfeld in Schairat seinen schon wieder zwei Suchoi-Kampfjets gestartet. Das meldeten sowohl der regimetreue Gouverneur der Provinz Homs als auch die regierungskritische Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Oberbefehlshaber Trump sah sich zu einer Erklärung auf Twitter genötigt, es sei Usus, nicht die Start- und Landebahnen zu bombardieren. Solche Schäden seien viel zu schnell wieder zu reparieren.

An Sinn und abschreckender Wirkung von Trumps Strafaktion war von Beginn angezweifelt worden. Nun kommt die Frage hinzu, ob die Ziele gut gewählt waren und ob überhaupt relevante Dinge getroffen wurden.

Video: Tomahawk-Marschflugkörper - die Allzweckwaffe der US-Armee

Getty Images

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cht

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