Kondolenzbesuch in Saudi-Arabien Christian Wulff - unterwegs für Deutschland

Es war Christian Wulffs erster öffentlicher Auftritt seit Langem: Der ehemalige Bundespräsident hat Deutschland bei der Trauerfeier für König Abdullah in Saudi-Arabien vertreten.

Christian Wulff spricht mit König Salman: Der Ex-Präsident vertrat Deutschland bei den Trauerfeierlichkeiten
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Christian Wulff spricht mit König Salman: Der Ex-Präsident vertrat Deutschland bei den Trauerfeierlichkeiten


Riad - Staats- und Regierungschefs aus aller Welt reisten zur Trauerfeier für den gestorbenen König nach Saudi-Arabien. König Abdullahs Nachfolger und Halbbruder Salman empfing die hohen Politiker am Samstag im Königspalast. Deutschland wurde dabei jedoch nicht etwa von Bundespräsident Joachim Gauck vertreten. An seiner statt kondolierte sein Vorgänger Christian Wulff.

Der Altbundespräsident befand sich damit in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad in Gesellschaft von Prinz Charles und Premierminister David Cameron aus Großbritannien, König Felipe VI. aus Spanien, Frankreichs Präsidenten François Hollande und Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew.

Wulff überbrachte König Salman die Grüße der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Dabei wurde er im Nachrichtensender al-Arabija gezeigt. Am Sonntag setzte er seine Reise zu einem schon länger geplanten Aufenthalt in Japan fort. Weder Merkel noch Bundespräsident Joachim Gauck, der am Samstag 75 Jahre wurde, reisten nach Riad.

US-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle wollten am Dienstag in das streng muslimische Land reisen, um den neuen König zu treffen. Selbst Iran schickt trotz langjähriger Feindschaft mit Riad Außenminister Mohammed Dschawad. In einem Glückwunschschreiben an den neuen König Salman äußerte Irans Präsident Hassan Ruhani den Wunsch nach einem Ausbau der Beziehungen.

Merkel hatte in einem Kondolenztelegramm die "ausgewogene und vermittelnde Politik" Abdullahs gerühmt und dem neuen König Salman ibn Abd al-Aziz ihr "tief empfundenes Mitgefühl" ausgesprochen. US-Präsident Obama nannte Abdullah einen aufrichtigen und mutigen Anführer. Israels Ex-Präsident Shimon Peres sagte, Abdullahs Tod sei ein "wirklicher Verlust für den Frieden im Nahen Osten".

Nach dem Tod des saudischen Staatsoberhaupts riefen Algerien, Tunesien und Ägypten eine mehrtägige Nationaltrauer aus. Bahrain kündigte eine 90-tägige-Trauerzeit an. König Abdullah war im Alter von 91 Jahren in der Nacht zum Freitag nach einer Lungenentzündung gestorben. Er musste zuletzt künstlich beatmet werden.

vek/dpa



Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 62 Beiträge
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Seite 1
auf_dem_Holzweg? 25.01.2015
1. ei was machen wir denn da?
Umsonst-Urlaub und ein bischen Öl schnorren?
nimue15 25.01.2015
2. Welch ein Defilee vor dem Öl
Oder hätte sonst irgendwer diesen Wüstenstaat zu diesem Anlass besucht?
Ulrich Z. 25.01.2015
3. Wulff...
Wie erbärmlich gegen Prince Charles und David Cameron.
dunnhaupt 25.01.2015
4. Staatsoberhäupter aus aller Welt
... doch weder Merkel noch Gauck. Kommentar überflüssig.
stowolle 25.01.2015
5. Huldigt der Despoten!
Huldigungen für Despoten gehören zum staatlichen Pflichtprogramm, sofern wirtschaftliche Interessen dies gebieten. Nur so lässt sich die Würdigung des erstorbenen saudi-arabischen Herrschers erklären. Das fundamentale Menschenrechte im Machtbereich der Herrscherfamilie mit Peitschen geschlagen werden interessiert nicht. Die Schreie der Opfer dringen nicht auf das Staatsbanket vor.
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