"Falsche Informationen" Saudi-arabische Allianz übernimmt Verantwortung für Angriff auf Trauerfeier

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition ist für den Luftangriff auf eine Trauerfeier im Jemen verantwortlich. Das hat das Bündnis nun zugegeben. Schuld sollen "falsche Informationen" gewesen sein.

Untersuchungen in Sanaa
AP

Untersuchungen in Sanaa


Mindestens 140 Menschen waren bei dem verheerenden Angriff auf eine Trauerfeier in Jemens Hauptstadt Sanaa getötet worden. Jetzt hat die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition erstmals zugegeben, für den Luftschlag verantwortlich zu sein. Bei der Attacke am vergangenen Samstag waren auch mehrere Hundert Menschen verletzt worden.

"Falsche Informationen" der jemenitischen Verbündeten hätten zu dem Angriff geführt, hieß es in der Mitteilung einer Untersuchungskommission, die von der amtlichen saudi-arabischen Nachrichtenagentur verbreitet wurde. Gegen die Verantwortlichen solle juristisch vorgegangen, den Opfern eine Entschädigung bezahlt werden.

Jemens Hauptstadt Sanaa wird von schiitischen Huthi-Rebellen kontrolliert, die gegen die Regierung von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi kämpfen. Regierungstreue Militärs hätten mitgeteilt, dass sich an dem Ort des Luftschlags bewaffnete Huthi-Anführer aufhielten, teilte die Kommission mit. Daraufhin sei ein Flugzeug in der Region mit dem Angriff beauftragt worden, allerdings ohne Erlaubnis des Oberkommandos der Koalition.

Saudi-Arabien war in der Folge international unter Druck geraten. Die US-Regierung hatte ihren Verbündeten ungewöhnlich scharf kritisiert. Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon verlangte eine schnelle und unabhängige Untersuchung.

kev/AP/dpa

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