Frauenförderung Arabische Megaspende für Ivanka Trumps Fonds

Für die Trumps war die Visite in Riad ein finanzieller Erfolg: Erst vereinbarte Donald Trump einen gigantischen Rüstungsdeal, dann erhielt seine Tochter Ivanka noch eine Millionenspende für einen von ihr mitinitiierten Hilfsfonds.

Ivanka Trump
AFP

Ivanka Trump


Für Ivanka Trump hat sich die erste Auslandsreise ihres Vaters bereits jetzt gelohnt: Die Lieblingstochter von US-Präsident Donald Trump eroberte am Wochenende zunächst die sozialen Netzwerke der arabischen Welt. Dort entwickelte sich der Hashtag "Bint Trump" - auf Deutsch: "Trumps Tochter" - zum Top-Suchbegriff.

Dann erhielt Ivanka Trump von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten eine Riesenspende in Höhe von 100 Millionen Dollar. Das Geld ist für einen von ihr mitinitiierten Fonds der Weltbank bestimmt, mit dem Unternehmerinnen gefördert werden sollen. Auch Kanzlerin Angela Merkel hatte bei einem Treffen mit Ivanka Trump während des W20-Gipfels in Berlin für den Weltbankfonds geworben.

Das sunnitische Königreich Saudi-Arabien ist das einzige Land der Welt, in dem Frauen nicht Auto fahren dürfen. In der Öffentlichkeit sollen sie sich von Kopf bis Fuß verschleiern. Ivanka Trump zeigte sich den Fotografen im Königspalast dagegen mit offenen Haaren.

Weltbank-Präsident Jim Yong Kim erklärte am Sonntag, mit dieser und weiteren Geldzusagen - unter anderem aus den USA - sei es möglich, beim G20-Gipfel im Juli in Hamburg die Schaffung des Frauenförderfonds mit einem Budget von einer Milliarde Dollar bekannt zu geben.

Meinungskompass

Donald Trump selbst einigte sich mit dem saudischen Königshaus auf einen Waffendeal im Wert von rund 340 Milliarden Euro. Unter anderem wurde ein Deal über sechs Milliarden Dollar zur Montage von 150 "Black Hawk"-Hubschraubern des US-Rüstungsbetriebs Lockheed Martin in Saudi-Arabien bekannt gegeben.

Zudem unterzeichnete der US-Mischkonzern General Electrics Absichtserklärungen über gemeinsame Projekte mit Saudi-Arabien in Höhe von 15 Milliarden Dollar. Das saudische Königshaus ist eng mit den USA verbündet und wird von diesen traditionell mit Militärgütern beliefert.

dop/AP/AFP



insgesamt 138 Beiträge
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Allein-Unter-Welpen 22.05.2017
1. Von den Clintons lernen heisst Siegen lernen...
oder so. Wobei da da die Clinton Foundation in Sachen Transparenz ja mal was von den Trumps lernen können... . Ganz zu schweigen von dem Status einer Foundation was die Steuer angeht.
quercusuevus 22.05.2017
2. Nichts Neues unter der Sonne Arabiens
https://theintercept.com/2016/08/25/why-did-the-saudi-regime-and-other-gulf-tyrannies-donate-millions-to-the-clinton-foundation/
pfeiffffer 22.05.2017
3. Aha..
also handelt es sich um einen UN-Fond, den sie mitinitiert hat und nicht um einen, der ihr gehört. Das hört sich doch gleich ganz anders an und nicht, wie die Überschrift im besten BILD-Stil zu suggerieren versucht, nach Korruption und Selbstbereicherung...
Joe Amberg 22.05.2017
4. Korruption live...
...und dann gab's noch eine Riesenspende für das Töchterlein. Wann wird dieser "Präsident" endlich abgesetzt?
peterpeterweise 22.05.2017
5. Frauenförderung
Jetzt bewirkt Ivanka Trump mehr für die Frauenförderung, als es die ganzen KämpferInnen für das Binnen-I je erreicht haben. Erfolgreiche Geschäftsfrauen sind für Gleichberechtigung wesentlich wichtiger, als gendergerechte Sprache.
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