Saudi-Arabien Prinz Alwaleed bin Talal verlässt Luxusgefängnis

Prinz Alwaleed bin Talal zählt zu den mächtigsten Unternehmern Saudi-Arabiens, zuletzt saß er in einem luxuriösen Hotelgefängnis. Nun ist der 62-Jährige wieder in Freiheit.

Prinz Alwaleed bin Talal
REUTERS

Prinz Alwaleed bin Talal


Die Justiz in Saudi-Arabien hat den Prinzen Alwaleed bin Talal aus dem Gefängnis entlassen. Der mächtige Geschäftsmann und Milliardär habe nach rund zweimonatiger Haft das Luxushotel verlassen, in dem er festgehalten wurde, teilten Mitarbeiter des Unternehmers mit.

Details zu den Hintergründen der Haftentlassung sind bislang nicht bekannt. Prinz Alwaleed bin Talal ist einer von elf Prinzen, die Anfang November inhaftiert worden waren. Unter anderem hatten die Behörden auch vier Minister und Dutzende vormals hochrangige Regierungsmitglieder festgesetzt, nachdem kurz zuvor ein neues Anti-Korruptions-Komitee unter Leitung des Kronprinzen Mohammed bin Salman seine Arbeit aufgenommen hatte (Mehr zu diesem Thema lesen Sie hier).

In einer offiziellen Erklärung hieß es damals, "einige schwache Seelen" hätten ihre Interessen über die Interessen der Öffentlichkeit gestellt, "um illegal Gelder anzuhäufen". Der Regierung zufolge sollten die Verhaftungen mit dazu beitragen, Transparenz und eine gute Regierung zu gewährleisten. US-Präsident Donald Trump stellte sich damals demonstrativ hinter den saudischen König und dessen Kronprinz.

Prinz Alwaleed bin Talal führt ein weltweites Geschäftsimperium. Unter anderem hatte er 2015 im großen Stil Twitter-Aktien gekauft und war so zum zweitgrößtem Aktionär des sozialen Netzwerks aufgestiegen. Seine Haft hatte der 62-Jährige im wohl teuersten Gefängnis der Welt abgesessen: dem Luxusgefängnis Ritz-Carlton in Riad.

mxw/Reuters/AP



insgesamt 3 Beiträge
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nofreemen 27.01.2018
1. Freiheit
Da wird bom SPON der Eindruck erweckt der Prinz sei in den Luxusfehrien gewesen. Dem ist aber nicht so. Gefangen ist wer sich nicht frei bewegen darf und kann. Es gibt tausende unglücklich gefangene Mendchen (besonders Frauen) welche zwar vordergründig in einer angenehmen Umgebung leben, aber in Wahrheit ein unfreies Leben fristen. Gefangen in einem System der Bevormundung und total Kontrolle sind diese Menschen psychisch gefoltert und depressiv. Auch een die sagen, mir geht es gut, ist das oft eine Schutzbehauptung weil sie nicht noch mehr erniedrigt werden wollen. Wir kann es sein im Luxus zu leben und gefangen sein. Gerade diese Menschen leidrn am meisten. Die lächeln ihr Schiksal weg und verkümmern gleichzeitig innerlich in totaler Angst vor der Zukunft. Sie erleben "das Fallengelassen sein" und haben Horror vor dem Ende ihres Sklaventums. Klar, drei Monate reichen dafür nicht aus. Frauen erleben das über Jahrzente und keiner interessiert es. Auch ein Milliaren Prinz lässt sich nicht gerne die Freiheit nehmen und ist sie noch so goldig.
solapgir 27.01.2018
2. Auch ein Milliardär
Kann sogar Repressalien erleiden. Meine Hochachtung den saudischen Behörde und Justiz. Das wäre unvorstellbar in der westlichen Welt . Wo findige Anwälte oder gute Beziehungen einige Wohlgefallen dem Beschuldigten genehmigen würden.
hugahuga 27.01.2018
3.
Die USA halten Gelder zurück und jetzt fehlt das Geld für die notwendigste ärztliche Hilfe. Nicht mal ein Forum wurde hierzu eröffnet. Im Gegensatz dazu ist jetzt ein offenes Forum zu finden bei einem der Superreichen aus Saudi Arabien. Weshalb diese Auswahl?
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