Saudi-Arabien Vier Menschen sterben bei Anschlag gegen Schiiten

Ein Selbstmordattentäter hat sich im Namen des "Islamischen Staates" vor einer Moschee in Saudi-Arabien in die Luft gesprengt. Ein Blutbad konnte laut Innenministerium verhindert werden, dennoch starben drei weitere Menschen.

Ausgebrannte Autos vor Moschee: Selbstmordattentäter sprengte sich in die Luft
REUTERS

Ausgebrannte Autos vor Moschee: Selbstmordattentäter sprengte sich in die Luft


Während des Freitagsgebets hat sich ein Selbstmordattentäter vor der Al-Anud-Moschee in Dammam in die Luft gesprengt. Bei dem Angriff auf das schiitische Gotteshaus im Osten Saudi-Arabiens starben drei weitere Menschen. Nach Angaben des saudischen Innenministeriums konnte ein schlimmeres Blutbad verhindert werden. Sicherheitskräfte seien auf das geparkte Fahrzeug des Attentäters aufmerksam geworden, dann habe dieser seine Sprengladung vorzeitig gezündet.

Die sunnitische Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) bekannte sich wenig später auf Twitter zu dem Attentat. Es ist bereits der zweite Anschlag innerhalb von sieben Tagen: Vor einer Woche starben bei einem Selbstmordanschlag des IS auf eine schiitische Moschee in Al-Kudaich 22 Gläubige.

Die Schiiten sind in Saudi-Arabien eine Minderheit, die sich über Diskriminierung seitens des Staates beklagt. Schiiten bilden in einigen Gebieten der ölreichen Ostprovinz die Mehrheit. In Saudi-Arabien ist der sunnitische Wahabismus, eine besonders konservative Spielart des Islam, der Staatsreligion.

vek/dpa/Reuters

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