Schießerei an der Grenze Nordkoreaner feuern auf Posten im Süden

Eskalation an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea: Soldaten aus dem Norden haben einen Grenzposten im Süden beschossen. Die Angegriffenen feuerten sofort zurück.


Seoul - Der Zwischenfall ereignete sich im Ostteil der entmilitarisierten Zone, die die beiden Staaten auf der koreanischen Halbinsel voneinander trennt.

Kontrolle: Südkoreanische Soldaten patroullieren an der Grenze nach Nordkorea
AP

Kontrolle: Südkoreanische Soldaten patroullieren an der Grenze nach Nordkorea

Ein Mitglied des südkoreanischen Generalstabs bestätigte den Vorfall. "Aus dem Norden wurden einige Schüsse abgefeuert, von unserer Seite wurden einige Warnschüsse erwidert."

Ob die Nordkoreaner absichtlich geschossen hätten oder nicht, sei bislang unklar. Bei dem Vorfall wurde demnach niemand verletzt, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul.

Es habe danach keine auffälligen Bewegungen im Norden gegeben. Im Süden wurde niemand verletzt - Angaben aus dem Norden liegen bislang nicht vor.

Der Vorfall ereignete sich nur einen Tag vor geplanten Gesprächen auf Arbeitsebene zwischen den beiden Ländern. Die Gespräche gehören zu den internationalen Bemühungen, Nordkorea zum Verzicht auf sein Atomprogramm zu bewegen.

Das kommunistisch regierte Nordkorea und das kapitalistische Südkorea befinden sich offiziell noch im Kriegszustand, da sie nach dem Korea-Krieg (1950 bis 1953) kein Friedensabkommen geschlossen hatten. Ende Juli waren Gespräche wegen anhaltender Differenzen über den Grenzverlauf zwischen den beiden Ländern im Gelben Meer gescheitert. Im Bemühen um eine Annäherung war Mitte Mai die Bahnverbindung zwischen beiden Ländern nach mehr als 50 Jahren probeweise wieder aufgenommen worden.

hen/Reuters/AP/AFP



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