Schüsse in Washington US-Polizei riegelt Kapitol zeitweise ab

Vor dem Kapitolsgebäude in Washington sind offenbar mehrere Schüsse abgefeuert worden. Die Polizei riegelte das Gebäude zeitweise ab. Ein Beamter soll verletzt worden sein.

DPA/ Alhurra Television

Washington - Das Kapitol in Washington ist nach einem Vorfall von der Polizei der US-Hauptstadt zwischenzeitlich abgeriegelt worden. Ersten Angaben zufolge sollen Schüsse zu hören gewesen sein. "Vor dem Kapitol sind Schüsse gefallen", schrieb die Senatorin Claire McCaskill auf dem Online-Kurznachrichtendienst Twitter. Zwei weitere Senatoren bestätigten der Nachrichtenagentur AFP, dass vor dem Parlament geschossen worden sei. Inzwischen hob die Polizei die Sperre des Gebäudes wieder auf.

Der TV-Sender CNN berichtete von einem Verletzten. Der Nachrichtenagentur AP zufolge soll es sich dabei um einen Polizisten handeln. Zuvor war noch von mehreren Verletzten berichtet worden.

Nachdem der Lockdown aufgehoben wurde, kommen Abgeordnete und Senatoren aus den Gebäuden, berichtet SPIEGEL ONLINE-Reporter Sebastian Fischer. Capitol Hill ist weiterhin weiträumig abgesperrt, rund ums Parlament herrscht Verkehrschaos. PickUp-Trucks mit schwerbewaffneten FBI-Beamten, SUVs mit Capitol Hill Police halten die Stellung.

Nach Angaben der "Washington Post" war den Schüssen eine Verfolgungsjagd mit Fahrzeugen voraus gegangen. Nach übereinstimmenden Berichten von US-Medien handelt es sich bei der Verfolgten um eine Frau. Die Täterin hatte offenbar zunächst versucht, eine Sperre beim Weißen Haus zu rammen und floh - verfolgt von der Polizei. Vor dem Kapitol wurde sie schließlich von den Beamten gestellt. Offenbar fielen dort die Schüsse.

Zunächst hieß es, die Sicherheitsbehörden hätten Politiker und Mitarbeiter im Kapitol aufgefordert, das Gebäude nicht zu verlassen. Sie sollten auch nicht in die Nähe von Fenstern gehen. Menschen, die davor standen, wurden von Sicherheitsleuten ins Innere gebracht.

Das Fernsehen zeigte Bilder von zahlreichen Polizeiautos vor dem Kapitol. Das Gebäude im Herzen Washington beherbergt den Senat und das Repräsentantenhaus. Dort streiten Republikaner und Demokraten derzeit über den Haushalt der USA. Präsident Barack Obama wurde über den Vorfall informiert.

Erst vor zweieinhalb Wochen wurde die US-Hauptstadt Schauplatz einer blutigen Schießerei. Der 34 Jahre alte Aaron Alexis hatte in einem Kommandozentrum der Marine das Feuer eröffnet und 12 Menschen getötet. Er wurde dann selbst von Sicherheitskräften erschossen.

suc/vks(dpa/AFP



© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.