Washington - US-Präsident Barack Obama hat nach der tödlichen Schießerei in einer Grundschule im Bundesstaat Connecticut Konsequenzen gefordert. "Unsere Herzen sind gebrochen. Wir haben in den vergangenen Jahren zu viele dieser Tragödien durchgemacht", sagte ein mit Tränen kämpfender Obama am Freitag in Washington. "Wir müssen handeln, um Tragödien wie diese in der Zukunft zu verhindern - ohne Rücksicht auf Parteipolitik." Der Präsident, selbst Vater von zwei Töchtern im Teenageralter, zeigte sich über das "abscheuliche" Verbrechen schockiert.
"Die Mehrheit derjenigen, die heute gestorben sind, waren Kinder, wunderschöne kleine Kinder im Alter zwischen fünf und zehn Jahren", sagte Obama. "Sie hatten ihr ganzes Leben noch vor sich - Geburtstage, Schulabschlüsse, Hochzeiten, eigene Kinder." Obama musste seine Erklärung im Weißen Haus mehrfach unterbrechen, wischte sich Tränen aus den Augen.
Konkretere Aussagen, was die Regierung in Bezug auf die US-Waffengesetze plant, gab es am Freitag nicht. "Heute ist nicht der Tag dafür", antwortete der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, auf entsprechende Fragen von Journalisten.
Der demokratische Abgeordnete Jerrold Nadler forderte dagegen eine sofortige Waffen-Debatte: "Wenn wir jetzt keine ernste Diskussion über die epidemische Verbreitung von Waffengewalt in unserer Gesellschaft führen - wann denn dann?"
Die Polizei gab die Zahl der Toten am Freitag in der Sandy Hook Grundschule in Newtown nordöstlich von New York mit 26 an, davon 20 Kinder. Die Leiche des Schützen sei in der Schule gefunden worden. Sollte sich die Opferzahl bestätigen, wäre die Schießerei das schlimmste Schulmassaker der Nachkriegszeit in den USA.
Präsident Obama ordnete an, dass die Flaggen an allen öffentlichen Gebäuden der USA zu Ehren der Opfer auf Halbmast gesenkt werden.
pad/dpa/AFP
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