Schweden Regierungsbildung scheitert auch im vierten Anlauf

Drei Monate nach der Wahl gibt es in Schweden noch immer keine Regierung. Auch die Zentrumspartei will nicht gemeinsam mit dem bisherigen sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Stefan Löfven regieren.

Stefan Löfven
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Die Koalitionsverhandlungen in Schweden sind erneut gescheitert. Auch Sozialdemokraten und Zentrumspartei werden nicht zusammenarbeiten, teilte die Zentrums-Vorsitzende Annie Lööf mit.

Damit ist auch der zweite Versuch der Sozialdemokraten gescheitert, eine mehrheitsfähige Regierung zu bilden. Deren Parteichef Stefan Löfven hatte zuletzt intensiv mit den Liberalen und der Zentrumspartei verhandelt - erfolglos.

"Bei einer Ministerpräsidentenwahl werden wir gegen Löfven stimmen", sagte Lööf und kam Löfven damit bei der Verkündung der Ergebnisse zuvor. "Nun müssen die Sozialdemokraten und die Moderaten die Verantwortung übernehmen, damit Schweden eine Regierung bekommt", sagte die Chefin der Zentrumspartei.

Lööf war im November selbst mit der Regierungsbildung gescheitert. Weder das rot-grüne, noch das bürgerliche Lager verfügt derzeit über eine Mehrheit im Stockholmer Reichstag. Eine Zusammenarbeit mit den rechtspopulistischen Schwedendemokraten lehnen die Parteien ab.

fek/dpa



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