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Platzmangel: Schweden will Flüchtlinge auf Kreuzfahrtschiff unterbringen

Schweden erwartet in diesem Jahr rund 20.000 bis 30.000 neue Flüchtlinge. Langsam werden die Unterkünfte knapp. Deswegen sollen nun 1800 Menschen auf einem Kreuzfahrtschiff unterkommen.

Schweden hat große Schwierigkeiten, Unterkünfte für die rund 163.000 Flüchtlinge zu finden, die im vergangenen Jahr ins Land gekommen sind. Die neuste Idee nun: Ein Kreuzfahrtschiff als Asylbewerberunterkunft. Laut der Sprecherin der schwedischen Einwanderungsbehörde, Alexandra Elias, sollen auf der "Ocean Gala" rund 1800 Flüchtlinge Platz finden.

Tausende Flüchtlinge wurden in dem skandinavischen Land bisher in Kirchen, Moscheen, Schulen und Turnhallen untergebracht, doch ist die Situation laut Elias weiter angespannt. "2016 brauchen wir weiter zusätzlich 20.000 bis 30.000 Plätze", sagte die Sprecherin.

Die "Ocean Gala" werde von der Charterfirma US-Shipmanagers angemietet, sagte Elias. Es müsse noch ein Hafen gefunden werden und überprüft werden, ob das Schiff den Sicherheitsstandards entspreche. Demnach sollen die Betreiber 450 Kronen (rund 48 Euro) pro Tag und Flüchtling erhalten.

Wo genau die "Ocean Gala" dann liegen soll, ist noch unklar. Die Betreiberfirma will das Schiff im Hafen von Härnösand rund 400 Kilometer nördlich von Stockholm festmachen, doch lehnen die örtlichen Behörden dies ab.

Bis zum Sommer werden 5000 Migranten, die bisher auf Zeltplätzen und in Feriendörfern untergebracht sind, den Touristen weichen müssen. Seit der Wiedereinführung sporadischer Kontrollen an den Grenzen ist die Zahl der Neuankömmlinge allerdings deutlich zurückgegangen. Kamen im Oktober noch wöchentlich 10.000 Flüchtlinge, waren es zuletzt weniger als 700.

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kry/AFP

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