Schweizer Kanton Tessiner stimmen für Burka-Verbot

Dieses Ergebnis dürfte international Aufsehen erregen. Der Schweizer Kanton Tessin hat sich für ein Verschleierungsverbot ausgesprochen. Zwar richtet sich die Initiative nicht direkt gegen Muslime, ihre Verfechter sind jedoch als Islam-Kritiker bekannt.

Gegner des Referendums: "Niemand darf sein Gesicht verbergen"
AFP

Gegner des Referendums: "Niemand darf sein Gesicht verbergen"


Nach der Anti-Minarett-Initiative 2009 macht die Schweiz erneut mit einer islamkritischen Aktion auf sich aufmerksam. Als erster Kanton führt das Tessin offenbar ein Verhüllungsverbot ein. Nach einer Hochrechnung des Rundfunksenders RSI votierten 65 Prozent der Stimmberechtigten bei einem Referendum am Sonntag für eine entsprechende Initiative.

Diese schlägt vor, die Kantonsverfassung um einen Passus zu erweitern, in dem es heißt: "Niemand darf sein Gesicht auf öffentlichen Straßen und Plätzen verhüllen oder verbergen. Niemand darf eine andere Person aufgrund ihres Geschlechts dazu zwingen, ihr Gesicht zu verhüllen."

Zwar richtet sich die Initiative nicht direkt gegen Muslime, ihre Verfechter sind jedoch als Islam-Kritiker bekannt - weshalb weithin auch von einer Anti-Burka-Initiative gesprochen wurde. Bei muslimischen Verbänden in der Schweiz sowie bei Amnesty International stieß das Projekt auf scharfe Kritik.

2009 hatte es in der Schweiz eine Volksinitiative gegen den Bau von Minaretten gegeben, für die 57,5 Prozent gestimmt hatten.

yes/AFP

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insgesamt 170 Beiträge
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kulinux 22.09.2013
1. Vollkommen richtig!!
Denn das ist ja wohl ein Mindestmaß in einer halbwegs zivilisierten Gesellschaft, dass Menschen sich nicht – egal aus welchen Gründen –*verschleiern. Im Falle der islam(ist)ischen Burka ist die Begründung aber sogar besonders schändlich, weil sie nichts mit Scham zu tun hat, sondern mit der Unterstellung, dass Frauen ihren Männern gehören wie Gegenstände und Männer jede Frau, die ihr Gesicht zeigt, nicht anders denn als "Beute" sehen könnten. Widerlich!
utahamm 22.09.2013
2. Die Schweizer sind zu beneiden.
Nein, nicht wegen des Burkaverbots, sondern dafür, daß sie bei gesellschaftlichen Entscheidungen mitbestimmen dürfen. Bei uns wird von unseren "Volksvertretern" irgendetwas entschieden, was oft an Volkes Wille vorbeigeht. Dabei sollte jeder Abgeordnete allein seinem Gewissen und seinen Wählern verpflichtet sein, die ihn in den Bundestag als Vertreter schicken. Tatsächlich gibt es aber zuweilen den Fraktionszwang oder den Einfluss von Lobbyisten. Die Schweizer haben es in dieser Hinsicht einfach besser, weil dort weitgehend das Volk mitbestimmen kann. Wäre es bei uns auch so, gäbe es einige Dinge jedenfalls nicht, über die man nur den Kopf schütteln kann.
spon-facebook-1429043489 22.09.2013
3. Sehr schönes Beispiel von Demokratie
Mit dieser Abstimmung zeigt die Schweiz ein schönes Beispiel einer funktionierenden Demokratie. Es wurde den Menschen das Recht gegeben selbst zu entscheiden und dieses Recht wurde genutzt. Schweiz 1 punkt Europa 0.
Atheist_Crusader 22.09.2013
4.
Zitat von sysopAFPDieses Ergebnis dürfte international Aufsehen erregen. Der Schweizer Kanton Tessin hat sich für ein Verschleierungsverbot ausgesprochen. Zwar richtet sich die Initiative nicht direkt gegen Muslime, ihre Verfechter sind jedoch als Islam-Kritiker bekannt. http://www.spiegel.de/politik/ausland/schweiz-tessin-stimmt-fuer-burka-verbot-a-923774.html
Tja, das Volk hat gesprochen. Und das Volk möchte nicht mit voll verhüllten Personen zusammenleben, die ihrem Gesprächspartner das Gesicht verweigern. Verständlich. Das Geplärre wird natürlich groß sein, aber wenn Jemand möchte, dass man sich in seinen Ländern auch an die Gesetze hält, muss er dasselbe auch hier tun. Meinen Respekt für die Schweizer, dass sie sich nicht von den Verständnisquatschern einlullen lassen und sich nicht das Recht nehmen lassen, Grundregeln für ihr Zusammenleben festzulegen. Würde ich mir hier auch mal wünschen, wo noch mit vorgehaltener Waffe "Toleranz bis zum eigenen Untergang!" verordnet wird. Bin nur mal gespannt, wie die Reaktion aussieht. Kommen die Damen dann nur mit Kopftuch in die Öffentlichkeit... oder gar nicht mehr?
aeronaut79 22.09.2013
5. optional
Es geht dabei nicht um ein Burka-Verbot, sondern um ein Verschleierungsverbot und das gilt für jeden Menschen, aber natürlich auch für Moslem_Innen.
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