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Senatsentscheid Etappensieg für Obamas Gesundheitsreform

Eine weitere Hürde genommen: US-Präsident Barack ObamaZur Großansicht
AP

Eine weitere Hürde genommen: US-Präsident Barack Obama

Es geht voran für Obamas Mammutprojekt: Der Finanzausschuss im US-Senat hat einen zentralen Teil der Gesundheitsreform gebilligt. Bis jedoch endgültig abgestimmt wird, muss die Vorlage noch unter anderem mit der des Gesundheitsausschusses verschmolzen werden.

Washington - Die von US-Präsident Barack Obama angestrebte Gesundheitsreform hat eine wichtige Hürde genommen: Der Finanzausschuss des Senats stimmte am Dienstag einer Gesetzesvorlage zu, die einen Versicherungsschutz für 94 Prozent aller Amerikaner vorsieht. Zugleich sollen die Kosten des Gesundheitssystems langfristig reduziert werden.

Die Entscheidung im Ausschuss fiel mit 14 zu 9 Stimmen. Auch die republikanische Senatorin Olympia Snowe votierte für die Reform, die meisten Republikaner laufen jedoch weiterhin Sturm gegen das Vorhaben. Die deutliche Zustimmung im Finanzausschuss dürfte zum Teil auf ein Gutachten zurückzuführen sein, nach dem das US-Haushaltsdefizit durch die Auswirkungen der Reform über einen Zeitraum von zehn Jahren um umgerechnet rund 55 Milliarden Euro gemindert wird.

Nach dem Gesetzesentwurf hätten alle Amerikaner "Zugang zu einer Krankenversicherung, die sie sich leisten können", sagte der demokratische Ausschussvorsitzende Max Baucus, Initiator der jetzt befürworteten Vorlage. Die Version stimmt nicht in allen Punkten mit der im Juli im Gesundheitsausschuss angenommenen Fassung überein. Sie sieht zum Beispiel keine staatliche Krankenkasse als Alternative zu den bestehenden Privatkassen vor, wie sie Obama bevorzugt hätte, sondern eine genossenschaftliche Versicherung. Der Präsident hatte sich jedoch in diesem Punkt kompromissbereit gezeigt. Alles in allem gilt der nun gebilligte Teil der Gesundheitsreform als der wichtigste Baustein des endgültigen Entwurfs, den es vor der Abstimmung im Gesamtsenat zu erarbeiten gilt.

Barack Obama begrüßte die Entscheidung bei einer Pressekonferenz in Washington am späten Dienstagabend als "entscheidenden Meilenstein" in der Erneuerung des Gesundheitssystems, seines bedeutsamsten innenpolitischen Reformprojekts. Der Entwurf werde dazu beitragen, die schlimmsten Praktiken von Versicherungsunternehmen zu beenden.

Wichtigstes Ziel ist es, möglichst allen Amerikanern eine Krankenversicherung zu ermöglichen, denn: Derzeit sind 46 Millionen von gut 300 Millionen Bürgern ohne Versicherung. Die USA sind damit das einzige Land unter den großen Industriestaaten, in dem es kein Krankenversicherungssystem für die gesamte Bevölkerung gibt. Der Präsident möchte, dass der Kongress bis zum Jahresende seine Reformpläne absegnet.

can/dpa/AFP/Reuters

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insgesamt 3856 Beiträge
ecce homo 07.08.2009
Ist halt schwer Präsident in der USA zu sein ohne Krieg zu führen. So gut wie alle Präsidenten, die eine zweite Amtszeit hatten, hatten gerade einen Krieg geführt. Man sollte Obama auch nicht als einen Heilsbringer sehen - es [...]
Ist halt schwer Präsident in der USA zu sein ohne Krieg zu führen. So gut wie alle Präsidenten, die eine zweite Amtszeit hatten, hatten gerade einen Krieg geführt. Man sollte Obama auch nicht als einen Heilsbringer sehen - es reicht, wenn er die Probleme nicht noch vermehrt und die Welt nicht noch mehr verschlechtert, wie dies ein Bush getan hat. Vielleicht ist Obama aber kein wirtschaftsliberal-kapitalistischer Präsident und die wird in gewissen Kreisen weniger verziehen, als ein Präsident den unnütz Menschen umbringen und foltern läßt.
Garibaldi 07.08.2009
Es wird aber sehr schwer. Die Gesundheitslobby ist extrem stark und perfide. Die Versicherungen wollen am lukrativen system nichts ändern. Sie setzen massive Mitteln ein wie PR-Kampagnen, Lobbyisten als Wissenschaftler getarnt, [...]
Es wird aber sehr schwer. Die Gesundheitslobby ist extrem stark und perfide. Die Versicherungen wollen am lukrativen system nichts ändern. Sie setzen massive Mitteln ein wie PR-Kampagnen, Lobbyisten als Wissenschaftler getarnt, Republikanische Politiker die in den Medien gezielt desinformieren, Medien die Manipulieren. Eigentlich das gleiche wie in Deutschland auch.
Bettelmönch 07.08.2009
Ich kapier das nicht ganz. Wenn die Leute das nicht wollen, sollen sie´s bleiben lassen. Wer sagt, daß das System reformiert werden muß? Könnten sich eigentlich nicht die 47 Millionen Unversicherten zusammenschließen und ihre [...]
Zitat von sysopDer Widerstand gegen Barack Obamas Gesundheitsreform wird immer lauter und hässlicher. Nun steckt das Mammutvorhaben endgültig fest. Das politische System der USA mit seinen Dauer-Showkampf im Kongress spielt den Gegnern des Präsidenten in die Hände. Wie kann die Reform noch gelingen?
Ich kapier das nicht ganz. Wenn die Leute das nicht wollen, sollen sie´s bleiben lassen. Wer sagt, daß das System reformiert werden muß? Könnten sich eigentlich nicht die 47 Millionen Unversicherten zusammenschließen und ihre eigene Versicherung gründen? Dann wäre das Problem doch gelöst.
Peter Kunze 07.08.2009
Tach, Obama muss dringend zwei Probleme lösen: 1.) Die eigene Partei auf seine Linie bringen. 2.) Sich vom Konsensgedanken verabschieden. Politiker sind primär nicht am gemeinsamen Wohl des Landes interssiert sondern [...]
Zitat von sysopDer Widerstand gegen Barack Obamas Gesundheitsreform wird immer lauter und hässlicher. Nun steckt das Mammutvorhaben endgültig fest. Das politische System der USA mit seinen Dauer-Showkampf im Kongress spielt den Gegnern des Präsidenten in die Hände. Wie kann die Reform noch gelingen?
Tach, Obama muss dringend zwei Probleme lösen: 1.) Die eigene Partei auf seine Linie bringen. 2.) Sich vom Konsensgedanken verabschieden. Politiker sind primär nicht am gemeinsamen Wohl des Landes interssiert sondern vertreten Interessengruppen. Die Republikaner im Kapitol sind in der Minderheit. Statt mit salbungsvollen Reden deren Zustimmung ergattern zu wollen sollte Obama sie schlicht und einfach ignorieren und als das behandeln, was sie sind: Opposition. Nur wenn er endlich Führungsstärke zeigt kann er das Ruder noch rumreissen. Bye Peter
rkinfo 07.08.2009
Dass es in den USA gerade unter den Republikanern Fanatiker gibt hat ja die Ära G.W.B. gut gezeigt. Wichtig wird aber werden ob die private Versicherungswirtschaft den US Präsidenten unterstützen wird. Wobei jene aber aktuell [...]
Zitat von sysopDer Widerstand gegen Barack Obamas Gesundheitsreform wird immer lauter und hässlicher. Nun steckt das Mammutvorhaben endgültig fest. Das politische System der USA mit seinen Dauer-Showkampf im Kongress spielt den Gegnern des Präsidenten in die Hände. Wie kann die Reform noch gelingen?
Dass es in den USA gerade unter den Republikanern Fanatiker gibt hat ja die Ära G.W.B. gut gezeigt. Wichtig wird aber werden ob die private Versicherungswirtschaft den US Präsidenten unterstützen wird. Wobei jene aber aktuell erlebt wie ihre Kunden in Armut versinken und wegbrechen. Nicht auszuschließen sind Eigeninitiativen der großen Firmen oder Verbände selbst Ärzte anzustellen und so günstigere Kostenstrukturen zu erhalten. Geschieht nichts wird der privaten Krankenversicherungen und auch den Ärzten definitiv die Kundschaft wegbrechen. Es ist also wirtschaftlicher Wahnsinn nicht zu reformieren.
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