Daten-Panne Diebe stehlen Romneys Laptops

War es nur ein zufälliger Diebstahl - oder droht Mitt Romney ein Daten-Desaster? Aus einem Wahlkampf-Auto des Republikaners sind mehrere Computer mit womöglich sensiblen Informationen verschwunden. Laut Polizei gab es an dem Geländewagen keine Aufbruchspuren.

Republikanischer Kandidat Romney: Diebstahl in San Diego
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Republikanischer Kandidat Romney: Diebstahl in San Diego


Los Angeles - Mitt Romneys Helfer saßen gerade beim Abendessen, als die Tat geschah: Computer mit womöglich vertraulichen Daten zum Wahlkampf des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers sind aus einem Auto gestohlen worden.

Die zwei Laptops und zwei iPads wurden bereits am vergangenen Freitag aus einem gemieteten Geländewagen in San Diego entwendet. Den Diebstahl bestätigte Romneys Wahlkampfteam jedoch erst am Dienstagabend.

Die Rechner gehörten zwei Mitarbeitern des Politikers. Diese hatten ihr Auto nach eigenen Angaben gegen 21.20 Uhr in der Tiefgarage des Horton-Plaza-Einkaufszentrums abgestellt. Als sie 30 Minuten vor Mitternacht zurückkehrten, waren die elektronischen Geräte verschwunden.

Nach Angaben der Polizei gab es an dem Fahrzeug keine Aufbruchspuren. Es ist jedoch noch unklar, ob der Geländewagen unverschlossen war, oder ob der oder die Täter die elektronische Türverriegelung überwinden konnten. Über den Diebstahl hatte als erster der lokale Fernsehsender KGTV berichtet.

Zufälliger Diebstahl - oder gezielte Aktion?

Im Romney-Lager gibt man sich betont entspannt. Sprecherin Andrea Saul nannte die Tat eine "bedauerliche Unannehmlichkeit", betonte aber, dass man sich keine Sorgen mache wegen einer möglichen Veröffentlichung vertraulicher Informationen. Konkrete Angaben über den Inhalt der Festplatten machte Saul nicht. Wie die lokale Zeitung "U-T San Diego" unter Berufung auf die Ermittler meldet, wurden die Datenträger aus der Ferne abgeschaltet, bestätigt ist diese Information jedoch nicht.

Romneys Team gehe nicht davon aus, dass die Computer aus politischen Gründen gestohlen worden seien, so Sprecherin Saul. Auch die Polizei hat bisher keine konkreten Hinweise, ob es sich um einen zufälligen Diebstahl handelt - oder ob die Täter gezielt im Fahrzeug der Romney-Helfer gesucht haben.

Der Politiker besitzt in dem südkalifornischen Ort San Diego ein Haus am Meer, in dem er auch am vergangenen Wochenende residierte. Neben mehreren Spendenveranstaltungen besuchte Romney auch die Late-Night-Show von Jay Leno.

jok/dapd



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insgesamt 12 Beiträge
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Seite 1
pepito_sbazzeguti 28.03.2012
1. Aufpassen
Wer auf sein Eigentum aufpasst, wird nicht bestohlen. So einfach. Davon einmal abgesehen: Seinen Laptop im Auto liegenlassen, darauf muss man erstmal kommen.
pepito_sbazzeguti 28.03.2012
2. Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
Sicher ist der Dieb ein Atheist. Wer sonst besäße die Infamie, ein Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage zu bestehlen?
uspae2006 28.03.2012
3. eifach nur weg
Zitat von sysopAFPWar es nur ein zufälliger Diebstahl - oder droht Mitt Romney ein Daten-Desaster? Aus einem Wahlkampf-Auto des Republikaners sind mehrere Computer mit womöglich sensiblen Informationen verschwunden. Laut Polizei gab es an dem Geländewagen keine Aufbruchsspuren. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,824162,00.html
Gut so, entlarvt ihn und einfach nur weg !
papayu 28.03.2012
4. Bloedmann
Zitat von sysopAFPWar es nur ein zufälliger Diebstahl - oder droht Mitt Romney ein Daten-Desaster? Aus einem Wahlkampf-Auto des Republikaners sind mehrere Computer mit womöglich sensiblen Informationen verschwunden. Laut Polizei gab es an dem Geländewagen keine Aufbruchsspuren. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,824162,00.html
Und sowas will Praesident werden!!! Zu dumm,seinAuto zu verschliessen.
suckerpunch 28.03.2012
5. geländewagenfahrer
Zitat von sysopAFPWar es nur ein zufälliger Diebstahl - oder droht Mitt Romney ein Daten-Desaster? Aus einem Wahlkampf-Auto des Republikaners sind mehrere Computer mit womöglich sensiblen Informationen verschwunden. Laut Polizei gab es an dem Geländewagen keine Aufbruchsspuren. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,824162,00.html
... wie romney geschieht das recht ;-)
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