Russisches Außenministerium Trump soll Putin ins Weiße Haus eingeladen haben

Russlands Außenminister Sergej Lawrow behauptet, Donald Trump habe Kremlchef Wladimir Putin nach Washington eingeladen. Der US-Präsident sei auch zu einem Gegenbesuch in Moskau bereit.

Sergej Lawrow
DPA

Sergej Lawrow


Der Krieg in Syrien belastet die Beziehungen zwischen den USA und Russland seit Monaten. Nun hat Russlands Außenminister Sergej Lawrow jedoch behauptet, US-Präsident Donald Trump habe seinen Kollegen Wladimir Putin nach Washington eingeladen.

Trump habe dies bei einem Telefonat im vergangenen Monat mehrfach angesprochen, sagte er in einem Interview der Nachrichtenagentur RIA, das am Freitag auf der Website seines Ministeriums veröffentlicht wurde.

Kreml geht von Putins Visite im Weißen Haus aus

Zudem habe der US-Präsident seine Bereitschaft zu einem Gegenbesuch in Moskau signalisiert. Putin sei seinerseits bereit, Trump zu treffen. Allerdings stehe eine formelle Einladung der US-Regierung noch aus. "Wir wollen uns nicht aufdrängen", sagte Lawrow. Da die Einladung jedoch von Trump gekommen sei, "gehen wir davon aus, dass er sie konkretisieren wird".

Ein Empfang für Putin im Weißen Haus in Washington dürfte Trumps innenpolitische Kritiker auf den Plan rufen. Die Beziehungen zwischen beiden Staaten sind nicht nur wegen des Syrienkriegs, sondern auch wegen der mutmaßlichen Einmischung Russlands in den US-Wahlkampf stark belastet.

In den USA gehen Ermittler dem Verdacht nach, wonach es Absprachen zwischen Trumps Wahlkampfteam und russischen Vertretern gab. Der US-Präsident und die Regierung in Moskau weisen dies zurück.

dop/Reuters



© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.