Obamas Leibwächter: Drei Agenten verlassen Secret Service nach Sex-Affäre
Nach dem Sex-Skandal zieht der Secret Service jetzt erste Konsequenzen: Drei Leibwächter von US-Präsident Barack Obama räumen ihre Posten, die Untersuchungen zu weiteren acht Agenten laufen noch - dabei werden auch Lügendetektoren eingesetzt.
Washington - In den USA hat die peinliche Affäre um Mitarbeiter des Secret Service erste personelle Folgen. Wie die Leibwache des US-Präsidenten mitteilte, verlassen drei Agenten den Dienst. Einer gehe in den Ruhestand, einer werde entlassen, ein dritter habe selbst gekündigt.
Die Untersuchungen gegen acht weitere Agenten dauerten an. Dabei würden auch Lügendetektoren eingesetzt, hieß es. Die Agenten des Secret Service und Soldaten sollen sich vorige Woche im Fünf-Sterne-Tagungshotel Caribe im kolumbianischen Cartagena vor der Ankunft von Präsident Barack Obama mit Prostituierten und Alkohol vergnügt haben. Der Secret Service suspendierte elf Mitarbeiter und schickte sie nach Hause. Auch fünf Angehörige der US-Armee wurden abkommandiert.
Es soll Beweise geben, wonach alle elf Agenten, gegen die ermittelt wird, Frauen mit aufs Hotelzimmer im kolumbianischen Cartagena genommen haben, sagte der republikanische Abgeordnete Peter T. King am Dienstag in Washington. King ist der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Abgeordnetenhaus.
Demnach sollen 20 oder 21 Frauen nachts von den Amerikanern aufs Zimmer mitgenommen worden sein. Neben den elf Agenten des Secret Service waren offenbar bis zu neun Angehörige des Militärs anwesend. Das geht aus einer vorläufigen Untersuchung des Verteidigungsministeriums hervor, berichtete die "Washington Post".
Die Teilnahme von Obama am Amerika-Gipfel in Kolumbien war am Samstag durch die Affäre überschattet worden. Die US-Senatorin Susanne Collins zeigte hinterher besorgt, ob die Frauen etwa Verbindungen zu feindlichen Organisationen hätten und die Sicherheit des US-Präsidenten hätten gefährden können. Allerdings war keiner der mutmaßlich beteiligten Agenten direkt für Obamas Sicherheit verantwortlich.
Obama hatte am Sonntag gesagt: "Falls sich herausstellt, dass sich einige der Vorwürfe bestätigen, die in der Presse gemacht wurden, dann wäre ich natürlich sauer." Sein Sprecher Jay Carney betonte am Dienstag, Obama habe weiterhin Vertrauen in Sullivan, den Leiter des Secret Service. Der Präsident rechne mit rascher Aufklärung.
lgr/Reuters
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