Sex-Skandal Obama räumt beim Secret Service auf

Die Sex-Affäre des US-Geheimdienstes weitet sich aus: Nach Untersuchungen zu den Prostituiertenkontakten von Obamas Leibwächtern müssen jetzt drei weitere Sicherheitsleute gehen. Außerdem mehren sich die Spekulationen, dass Secret-Service-Chef Mark Sullivan seinen Job verlieren könnte.

US-Präsident Barack Obama (l.) mit Leibwächtern: Wer muss noch gehen?
REUTERS

US-Präsident Barack Obama (l.) mit Leibwächtern: Wer muss noch gehen?


Hamburg/Washington - Drei weitere Mitarbeiter des Secret Service mussten ihren Abschied nehmen - eine Konsequenz aus dem Sex-Skandal des US-Geheimdienstes in Kolumbien: Elf Secret-Service-Mitarbeiter und mehrere Angehörige der US-Armee hatten sich im Vorfeld des Amerika-Gipfels, an dem auch Präsident Barack Obama am Samstag vergangener Woche teilnahm, Prostituierte in ein Hotel in Cartagena bringen lassen.

Die Erklärung des Secret Service zu den Entlassungen am Freitag fiel betont knapp aus: "Drei weitere Mitarbeiter haben sich entschieden, zurückzutreten", hieß es in einer offiziellen Stellungnahme. Am Mittwoch hatten wegen der Affäre bereits drei Geheimdienstmitarbeiter den Hut nehmen müssen: Einer ging in Rente, einer trat zurück, einer wurde entlassen.

Ans Licht kam die Affäre laut "New York Times" wegen eines Streits zwischen einer der Prostituierten und einem Agenten um die Bezahlung. 20 oder 21 Frauen insgesamt sollen nachts von den Amerikanern auf die Zimmer eines Fünf-Sterne-Tagungshotel mitgenommen worden sein. Das hatte am Dienstag schon Peter King, der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Abgeordnetenhaus bestätigt. Obama hatte daraufhin eine umfassende Aufklärung der Affäre gefordert. Bei den Untersuchungen sollen auch Lügendetektoren eingesetzt worden sein.

Der US-Präsident selbst empfing am Freitag nach Angaben eines hochrangigen Regierungsmitarbeiters den Geheimdienstchef Mark Sullivan im Weißen Haus. Am Dienstag hatte er noch über seinen Sprecher verbreiten lassen, er vertraue auch weiterhin auf Sullivan. Zuletzt hatte es in Washington aber zunehmend Spekulationen gegeben, dass der oberste Geheimdienstler wegen der Affäre seinen Job verlieren könnte.

Unmittelbar vor dem Treffen im Weißen Haus hatte die Armee mitgeteilt, dass neben den Geheimdienstmitarbeitern inzwischen auch gegen elf Angehörige der Streitkräfte ermittelt wird. Ein Militärsprecher erklärte, die Untersuchungen richteten sich gegen sechs Mitglieder von Spezialeinsatzkräften, vier Marinesoldaten und ein Mitglied der Luftwaffe. Ein Oberst der Luftwaffe sei nach Kolumbien geflogen, um die Fakten zu sichern.

cbu/dpa/AFP

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rakatak 21.04.2012
1.
Zitat von sysopREUTERSDie Sex-Affäre des US-Geheimdienstes weitet sich aus: Nach Untersuchungen zu den Prostituiertenkontakten von Obamas Leibwächtern müssen jetzt drei weitere Sicherheitsleute gehen. Außerdem mehren sich die Spekulationen, dass Secret-Service-Chef Mark Sullivan seinen Job verlieren könnte. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,828880,00.html
Make Love Not War! Typisch, da sind Menschen nett miteinander und aufeinander und die Staatskrise ist da. Der Präsident persönlich räumt auf! Keine Probleme gibt es bei Exekutionen, sei es nach Gerichtsurteilen oder ohne, ob mit Drohne oder auch persönlich. Da darf gerne gemordet werden im Namen des Volkes und des Staates. Hat was perverses, oder nicht ...
toskana2 21.04.2012
2. herrlich
Zitat von sysopREUTERSDie Sex-Affäre des US-Geheimdienstes weitet sich aus: Nach Untersuchungen zu den Prostituiertenkontakten von Obamas Leibwächtern müssen jetzt drei weitere Sicherheitsleute gehen. Außerdem mehren sich die Spekulationen, dass Secret-Service-Chef Mark Sullivan seinen Job verlieren könnte. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,828880,00.html
Dabei wäre das Problem so einfach zu lösen. Einen zweiten "Geheimdiesnt der Reserve" einzurichten, der den ersten kontrolliert! Der allerdings müsste seine Triebe fest im Griff haben ... im wörtlichen Sinne des Wortes! - ist das nicht herrlich, Herr Obama? Danke für die Unterhaltung!
QuixX 21.04.2012
3.
Ich habe abends oder morgens gerne ein bisschen echten Sex. Solange die Ehefrauen nicht als Versorgungseinheit auf Staatskosten mit fliegen, kann man die Jungs schlecht zum onanieren zwingen. Oft kann ich gar nicht soviel essen, wie ich kotzen möchte. Gerade wenn Sitte und Anstand von Massenmördern betont werden.
QuixX 21.04.2012
4.
Zitat von toskana2Dabei wäre das Problem so einfach zu lösen. Einen zweiten "Geheimdiesnt der Reserve" einzurichten, der den ersten kontrolliert! Der allerdings müsste seine Triebe fest im Griff haben ... im wörtlichen Sinne des Wortes! - ist das nicht herrlich, Herr Obama? Danke für die Unterhaltung!
Gute Idee, wenn der zweite das zur Ergänzung passende Sexus hat.
EuroStar2011 21.04.2012
5.
Zitat von sysopREUTERSDie Sex-Affäre des US-Geheimdienstes weitet sich aus: Nach Untersuchungen zu den Prostituiertenkontakten von Obamas Leibwächtern müssen jetzt drei weitere Sicherheitsleute gehen. Außerdem mehren sich die Spekulationen, dass Secret-Service-Chef Mark Sullivan seinen Job verlieren könnte. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,828880,00.html
President Barack Obama raeumt bestimmt nicht selbst beim Secret Service auf. Die Angelegenheit wird vom US Department of Homeland Security (dem der Secret Service angeschlossen ist) unter der Fuehrung von Secretary Janet Napolitano bearbeitet. Ob Director Mark J. Sullivan davon betroffen ist wird sich zeigen
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