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Folgen des Shutdown: US-Konzern schickt Tausende Mitarbeiter heim

Sea Hawk Helikopter: United Technologies stellt neben Aufzügen und Klimaanlagen auch Motoren und Helikopter her Zur Großansicht
REUTERS

Sea Hawk Helikopter: United Technologies stellt neben Aufzügen und Klimaanlagen auch Motoren und Helikopter her

Der Verwaltungsstillstand in den USA erreicht die Wirtschaft. Der Konzern United Technologies schickt ab Montag Tausende Mitarbeiter in den Zwangsurlaub. Die letzten Touristen müssen die großen Nationalparks in wenigen Stunden verlassen.

Hartford/Washington - Der Verwaltungsstillstand in den USA hat erste Auswirkungen auf die Wirtschaft. Der Industriekonzern United Technologies erklärte am Mittwoch, schlimmstenfalls mehr als 5000 seiner Mitarbeiter in Zwangsurlaub schicken zu müssen, wenn der Government Shutdown bis zum November anhalte. 2000 Mitarbeiter würden schon ab Montag nach Hause geschickt, 2000 weitere wohl im Laufe der Woche.

Hintergrund ist, dass die USA seit dem 1. Oktober keinen verabschiedeten Haushalt haben. Die Konservativen wollen einem neuen Etat nur dann zustimmen, wenn die Einführung von Kernstücken der Gesundheitsreform um ein Jahr verschoben wird. US-Präsident Barack Obama lehnt Änderungen an seinem bedeutendsten Sozialgesetz strikt ab.

Zu United Technologies gehören der Hubschrauberbauer Sikorsky, der Triebwerkshersteller Pratt & Whitney sowie der Luftfahrtzulieferer UTC Aerospace Systems. Diese beliefern auch das US-Militär, etwa mit dem Kampfhubschrauber "Black Hawk". Bei der Fertigung müssten staatliche Inspektoren anwesend sein, erläuterte der Konzern. Die fehlten nun aber wegen der Lahmlegung der Regierungsbehörden. Bestimmte Produktionen müssten deshalb angehalten werden.

Yosemite-Park und den Grand Canyon geschlossen

Auch die Mitarbeiter der US-Nationalparks sind im Zwangsurlaub. Deshalb müssen auch alle Besucher die Parks verlassen. Im Lauf des Tages müssen Urlauber beliebte Ziele wie den Yosemite-Park und den Grand Canyon räumen. Neuankömmlinge wurden an den Eingängen der 401 Stätten des National Park Service bereits seit der Nacht zum Dienstag abgewiesen, als das Weiße Haus den Haushaltsnotstand erklärte.

"Alle Gäste, die vorher eingecheckt haben, müssen den Park bis zum 3. Oktober um 15 Uhr verlassen", sagte Lisa Cesaro von der Firma DNC Parks & Resorts, die Unterkünfte im Yosemite-Park betreibt. Im Grand Canyon, der täglich 18.000 Besucher anzieht, hatten Urlauber ebenfalls zwei Tage Zeit, um sich eine andere Unterkunft außerhalb des Nationalparks zu suchen. "Wir versuchen, den Park geordnet zu schließen", sagte Sprecherin Kirby-Lynn Shedlowski.

Dem Nachrichtensender CNN zufolge besuchen täglich im Schnitt 715.000 Menschen die Nationalparks der USA. Zu den bekannten Sehenswürdigkeiten, die wegen des Government Shutdown geschlossen sind, zählen auch die Freiheitsstatue in New York, die in den Fels gehauenen Präsidentenköpfe von Mount Rushmore und die legendäre Gefängnisinsel Alcatraz vor San Francisco.

Die Regierung fährt seit Dienstag im Notbetrieb. Alle Beamten, die nicht unbedingt gebraucht werden, sind in unbezahlten Urlaub geschickt worden.

Ein erstes Spitzengespräch Obamas mit führenden Vertretern von Republikanern und Demokraten im Kongress am Mittwochabend (Ortszeit) im Weißen Haus in Washington blieb ohne Ergebnis. Der Etatstreit wird dabei zunehmend mit der anlaufenden Diskussion über die Erhöhung der Schuldenobergrenze der USA vermengt.

Derzeit ist vollkommen unklar, wie lange der Stillstand andauert. Der letzte "Government Shutdown" vor 17 Jahren dauerte fast vier Wochen.

ler/dpa/AFP

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insgesamt 25 Beiträge
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1. Eigentlich...
spon-facebook-10000523851 03.10.2013
gehoeren die Parks ja dem Volk und nicht den Politikern. Waer nett zu sehen, wenn's eine entsprechende Initiative gaebe, und pro Park 10 und mehr tausend Leute einfach die Schranken niedermachen und die Parks in Besitz naehmen.
2. unbewacht
1hz 03.10.2013
darf man in den usa also nicht mal in den wald...haben die den knall nicht gehoert???
3. zu Komm. 1.
Veterano48 03.10.2013
ja, Sie haben Recht. Aber in den USA gibt es keine Demokratie, sondern die Herrschafft der Banker und Großkonzerne. Die Politiker dort sind nur noch zu Erfüllungsgehilfen des Systems geworden und das Wahlvolk spielt mit.
4. Alles nur gespielt
droubaco 03.10.2013
einfach nur nach "Washington Monument syndrome" oder "firemen first principle" suchen und schon hat man die Antworten, die der Artikel versäumt hat zu liefern.
5. strategische Abwehr
birdie 03.10.2013
gegen die strafrechtsrelevante Erpressung von 50 US-Senatoren : Klage gegen jeden einzelnen Senator wegen Erpressung und Forderung auf Ersatz des erlittenen Schadens gegen jeden Einzelnen. Die US-Industrie sollte mit den Tea-Party-Egomanen schnellsten aufräumen.
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Bevölkerung: 318,857 Mio.

Hauptstadt: Washington, D.C.

Staats- und Regierungschef: Barack Obama

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