Sicherheitskonferenz Nato-Generalsekretär weist Putins Kritik zurück

Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer hat die Kritik des russischen Präsidenten Wladimir Putin an der Erweiterung des Bündnisses auf das Gebiet der früheren Sowjetunion zurückgewiesen. Putins Kommentare zur Nato seinen "wenig hilfreich".


München - Am Rande der Sicherheitskonferenz in München sagte de Hoop Scheffer am Samstag, Länder wollten "aus freiem Willen" zur demokratischen Familie gehören und deshalb der Allianz beitreten. Die Rede Putins sei "enttäuschend und wenig hilfreich" gewesen. Putin hatte kritisiert, die Nato werde immer weiter nach Osteuropa erweitert. Außerdem hatte er die USA für deren Rolle in der Weltpolitik scharf angegriffen.

Der russische Präsident hatte gesagt, die USA hätten "ihre Grenzen in fast allen Bereichen überschritten". "Übermäßige Militäranwendung" und die Missachtung des Völkerrechts förderten das Bestreben einiger Länder nach Massenvernichtungswaffen.

Den Raketenschutzschild, den die USA in osteuropäischen Staaten errichten wollen, nannte Putin überflüssig. Die derzeitige Bedrohung bestehe im Terrorismus, daher könne er nicht verstehen, warum gerade "militärische Infrastruktur an unsere Grenzen" herangetragen werden müsse.

cis/dpa/AFP



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