Sicherheitskräfte im Irak FBI wirft Blackwater rücksichtslosen Waffengebrauch vor

Das FBI hat erste Ermittlungsergebnisse in der Blackwater-Affäre vorgelegt. Demnach haben die Mitarbeiter der umstrittenen US-Sicherheitsfirma im Irak ungerechtfertigt mindestens 14 irakische Zivilisten erschossen, berichtet die "New York Times".


Washington - Die Iraker seien grundlos erschossen worden, berichtet die "New York Times" heute unter Berufung auf Militärs und Zivilisten. Der von der Bundespolizei FBI untersuchte Vorfall hat sich am 16. September in Bagdad ereignet. Insgesamt starben 17 Menschen, als die zum Schutz eines US-Außenamtskonvois abgestellten Blackwater-Mitarbeiter das Feuer in einem Wohnviertel eröffneten.

Den FBI-Erkenntnissen zufolge haben die Sicherheitsleute in mindestens 14 Fällen die Vorschriften für private Sicherheitsdienste im Irak verletzt, berichtet die Zeitung weiter. Die Ermittlungen der Bundespolizei seien noch nicht abgeschlossen, die bisherigen Erkenntnisse würden aber von Vertretern des US-Justizministeriums geprüft, heißt es weiter.

Irakische Untersuchungen hatten bereits ähnliche Ergebnisse gebracht: Demnach haben die Wachmänner ohne Not wahllos um sich geschossen. Blackwater-Chef Erik Prince weist diese Informationen zurück und besteht darauf, dass seine Leute angegriffen wurden.

Bislang ist noch nicht entschieden, ob gegen die betroffenen Mitarbeiter von Blackwater Anklage erhoben wird. Experten sind sich uneinig, ob dafür eine ausreichende Rechtsgrundlage vorhanden ist. Blackwater ist für die Sicherheit von US-Diplomaten und anderer US-Vertreter im Irak verantwortlich.

ler/Reuters/dpa/AFP

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