Simbabwe Behördenmitarbeiter wegen Wahlbetrugs festgenommen

In Simbabwe sind mehrere Mitarbeiter der Wahlkommission festgenommen worden. Sie wollen Wahlergebnisse gefälscht haben - zu Lasten von Präsident Mugabe.


Harare - Sieben Behördenmitarbeiter nahm die Polizei heute fest. Bei einer Prüfung seien Unregelmäßigkeiten ans Tageslicht gelangt, die noch genauer untersucht würden, sagte ein Polizeisprecher am Abend. Robert Mugabe habe weniger Stimmen erhalten, als ihm zustünden. Die Festgenommenen hätten in vier Provinzen für die Wahlkommission Simbabwes gearbeitet und würden des Betruges beschuldigt.

Robert Mugabe im Wahlkampf: Vorwürfe gegen Mitarbeiter der Wahlkommission
REUTERS

Robert Mugabe im Wahlkampf: Vorwürfe gegen Mitarbeiter der Wahlkommission

Mugabes Partei Zanu-PF hatte am Wochenende eine Neuauszählung der Stimmen für die Präsidentenwahl gefordert. Über eine Woche nach dem Urnengang liegt noch immer kein offizielles Ergebnis vor.

Das Oberste Gericht des Landes vertagte am Montag eine Entscheidung über eine sofortige Veröffentlichung der Zahlen auf Dienstag. Nach Auffassung der oppositionellen Bewegung für einen Demokratischen Wandel (MDC) hat ihr Kandidat Morgan Tsvangirai die Präsidentenwahl klar gewonnen. Nach Prognosen unabhängiger Wahlbeobachter und der Regierungspartei Zanu-PF liegt Tsvangirai zwar vor Mugabe, muss sich aber einer Stichwahl gegen den Autokraten stellen.

Kritiker sehen in der schleppenden Auszählung und Bekanntgabe der Stimmen einen Hinweis darauf, dass hinter den Kulissen manipuliert wird.

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Auch international werden die Forderungen, das Wahlergebnis zu veröffentlichen, immer lauter. Heute wandte sich die US-Regierung an Simbabwe. US-Präsident George W. Bush trete für eine sofortige Veröffentlichung der Resultate des Urnengangs vom 29. März ein, damit das simbabwische Volk entscheiden könne, "wie es weitergehen soll", sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Tony Fratto, in Washington. "Wir glauben, dass das simbabwische Volk die Möglichkeit freier und fairer Wahlen verdient." Zuvor hatte Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon die unverzügliche Veröffentlichung der Wahlergebnisse gefordert.

ler/Reuters/AFP



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