Simbabwes ehemalige First Lady Illegale Goldsucher dringen in Grace Mugabes Farm ein

Hunderte Goldsucher haben eine Farm von Grace Mugabe umgegraben. Die unbeliebte Frau von Simbabwes Ex-Machthaber hatte Dorfbewohner in der Region vor Jahren mit Gewalt vertreiben lassen.

Grace Mugabe
AFP

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Hunderte illegale Goldsucher sind auf eine Farm der Frau von Simbabwes Ex-Machthaber Robert Mugabe eingedrungen. Grace Mugabe habe Anzeige erstattet, bestätigte die Polizei. Die Goldsucher gruben dennoch weiterhin am helllichten Tag Schäfte, um nach wertvollen Metallen zu suchen.

Der Zeitung "Newsday" sagte die Präsidentengattin, sie sei von den Goldwäschern beschimpft worden. Sie sagten ihr demnach, sie hätte nun keine Macht mehr, sie zu vertreiben. Außerdem seien sie bloß Arbeiter, die eingestellt wurden, um auf dem Besitz nach Gold zu suchen.

Die ehemalige First Lady des afrikanischen Staats besitzt das Landstück in Mazowe seit einigen Jahren. Im Jahr 2015 wurden Dorfbewohner von einer benachbarten Farm Grace Mugabes von der Polizei gewaltsam vertrieben. Vor Gericht erstritten die Vertriebenen eine Entschädigung. In dem Ort gehören ihr auch ein Milchbauernhof, ein Waisenhaus und ein Wildgehege.

Das Militär hatte den heute 94 Jahre alten Mugabe im November aus dem Präsidentenamt vertrieben, als sich die Anzeichen mehrten, dass er seine unbeliebte Frau Grace als Nachfolgerin installieren wollte. Sie werde nun politisch verfolgt, sagte Mugabe. Unter anderem wird wegen Elfenbeinschmuggels gegen sie ermittelt.

ans/dpa

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