Simbabwes Präsident Robert Mugabe "Soll doch Europa seinen homosexuellen Unsinn behalten!"

"Was unnatürlich ist, wird natürlich gemacht": Simbabwes Staatschef Robert Mugabe hat wieder einmal gegen den zunehmend liberaleren Umgang mit Schwulen und Lesben in Europa gewettert. Dort gebe es "überhaupt keine Prinzipien mehr".

Simbabwes Staatspräsident Mugabe: "Überhaupt keine Prinzipien mehr"
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Simbabwes Staatspräsident Mugabe: "Überhaupt keine Prinzipien mehr"


Harare - Simbabwes Präsident Robert Mugabe hat die zunehmende Gleichstellung Homosexueller in Europa mit scharfen Worten kritisiert. In Europa gebe es "überhaupt keine Prinzipien mehr", sagte der 90-jährige Staatschef am Karfreitag in einer Ansprache zum 34. Unabhängigkeitstag seines Landes.

"Was natürlich ist, wird unnatürlich gemacht. Und was unnatürlich ist, davon sagen sie, es sei natürlich", sagte Mugabe vor Tausenden Zuhörern in einem Stadion der Landeshauptstadt Harare. "Soll doch Europa seinen homosexuellen Unsinn behalten und damit nicht hierherkommen!"

Es ist nicht das erste Mal, dass Mugabe gegen Schwule und Leseben ausfällig wird. So sagte er einmal, Homosexuelle seien "schlimmer als Schweine und Hunde". Gleichgeschlechtliche Liebe ist in Simbabwe illegal. Auch in vielen anderen afrikanischen Ländern ist sie verboten und wird mit Strafen geahndet - zuletzt hatte Uganda die Strafen für Homosexualität deutlich erhöht: Schwulen und Lesben droht dort eine lebenslange Haftstrafe.

Mugabe ist seit der Unabhängigkeit des früheren Rhodesiens von Großbritannien im Jahr 1980 an der Macht. Der Westen wirft ihm vor, das Land in den wirtschaftlichen Ruin getrieben zu haben. Seit dem Jahr 2000 ging die simbabwische Staatsführung zunehmend gewaltsam gegen die Opposition vor. Zwei Jahre später verhängte die EU Sanktionen gegen das Land.

mxw/AFP

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