Militäroffensive Ägyptens Armee tötet Extremisten auf dem Sinai

Ägyptens Präsident Sisi setzt die Großoffensive gegen militante Extremisten auf dem Sinai fort. Zehn Extremisten wurden nach Armeeangaben getötet und rund 400 Verdächtige festgenommen.

Ägyptische Militärfahrzeuge auf dem Sinai
REUTERS

Ägyptische Militärfahrzeuge auf dem Sinai


Nächster Schlag gegen Dschihadisten auf der Halbinsel Sinai: Das ägyptische Militär hat nach eigenen Angaben bei seiner Offensive zehn weitere Extremisten getötet. Außerdem seien rund 400 Verdächtige festgenommen worden. Seit Beginn des Einsatzes, der sich auch auf andere Landesteile erstreckt, seien damit bislang 38 Extremisten getötet worden.

Die Operation umfasst nach Angaben eines ägyptischen Militärsprechers Landtruppen, Marine und Luftwaffe. Neben dem Sinai sollen die Soldaten auch ins Niltal und die westliche Wüste vorrücken.

Nach dem schweren Moschee-Anschlag im November mit mehr als 300 Toten hatte Präsident Abdel Fattah el-Sissi, der im März wiedergewählt werden will, die Armee angewiesen, die militanten Islamisten binnen drei Monaten zu besiegen. Sie haben nach dem Militärputsch 2013 unter Sissis Führung gegen den damaligen Präsidenten Mohammed Mursi von der Muslimbruderschaft verstärkt Anschläge verübt.

Alle Oppositionspolitiker, die eine Chance gegen Sisi hätten, haben sich aus dem Rennen zurückgezogen. Viele beschuldigten die Regierung, Taktiken angewandt zu haben, um Sisi einen leichten Sieg zu verschaffen. Der Amtsinhaber dementiert das.

als/Reuters



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