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Ägypten: Mindestens 25 Tote nach Angriffen im Nordsinai

Militante haben mit Mörserbeschuss und einer Autobombe mehrere Einrichtungen von Militär und Polizei im Nordsinai attackiert. Unter den Toten sollen auch Zivilisten sein.

Al-Arisch - Bei mehreren Anschlägen im Norden der ägyptischen Sinai-Halbinsel sind mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. Nach Behördenangaben griffen Militante über ein Dutzend Polizei- und Militäreinrichtungen an. Unter den Toten seien auch Zivilisten, hieß es. Bis zu 36 Menschen seien verletzt worden, meldete das Staatsfernsehen.

Einer der Anschläge habe sich gegen eine Militärbasis in der Nähe des Ortes Al-Arisch nahe der Grenze zu Israel gerichtet. Ein Sicherheitsbeamter sagte, Unbekannte hätten die Einrichtung mit drei Mörsergranaten beschossen. Laut Behörden zündeten die Angreifer auch eine Autobombe. Anwohnern berichteten von Schusswechseln.

Bei einem weiteren Angriff auf einen Kontrollposten des ägyptischen Militärs in Rafah an der Grenze zum Gazastreifen kam ein Major der ägyptischen Streitkräfte ums Leben. Sechs weitere Soldaten wurden verletzt, hieß es aus Sicherheitskreisen.

Nach dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi vor anderthalb Jahren haben islamistische Kämpfer im Nordsinai ihre Angriffe auf ägyptische Sicherheitskräfte stark erhöht.

In der Region kämpft die ägyptische Armee gegen die Terrorgruppe Ansar Beit al-Maqdis, die sich als lokaler Ableger der Terrormiliz "Islamischer Staat" versteht. Seit Oktober herrscht im Sinai der Ausnahmezustand.

loe/dpa/AP/Reuters

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