Treffen in Bratislava Merkel erhält slowakischen Ehrendoktor 

Bundeskanzlerin Merkel und der slowakische Regierungschef Robert Fico haben von der Ukraine im Gaskonflikt mit Russland einhellig mehr Engagement gefordert. Merkel wurde zudem ein Ehrendoktor verliehen.

Kanzlerin Merkel in Bratislava: Ehrendoktor der Comenius-Universität
DPA

Kanzlerin Merkel in Bratislava: Ehrendoktor der Comenius-Universität


Bratislava - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Ehrendoktorwürde der renommierten Comenius-Universität in der Slowakei erhalten. Die Zeremonie war Teil eines Besuchs der deutschen Regierungschefin in der Hauptstadt Bratislava, wo sie den slowakischen Regierungschef Robert Fico traf. Die beiden äußerten sich auch zum schwelenden Gasstreit zwischen der Ukraine und Russland: Die Ukraine müsse in dem Konflikt mehr Engagement zeigen, sagte Merkel.

Wesentlich schärfer formulierte es Gastgeber Fico: Die Slowakei habe mit der Weiterleitung von Gas in die Ukraine im sogenannten Reserve-Flow-Verfahren ihren "Teil der Verantwortung übernommen", sagte er. Die Ukraine dürfe nicht hoffen, dass "alle etwas zur Lösung der ukrainischen Probleme tun werden, nur die Ukraine selbst nicht." Es dürfe auch nicht erwartet werden, dass die EU die ukrainischen Gasschulden bei Russland übernehme.

Merkel und Fico widmeten sich auch der Vorbereitung des EU-Herbstgipfels am 23. und 24. Oktober. Dabei geht es auch um den Klimaschutz. "Die Slowakei hat wie Deutschland einen hohen Industrieanteil. Es ist deshalb unser gemeinsames Interesse, dass wir vernünftige Lösungen zum Klimaschutz finden, ohne dadurch Arbeitsplätze zu gefährden", sagte Merkel.

mxw/dpa



Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 7 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
sylkeheimlich 20.10.2014
1.
Für was hat Merkel denn den Ehrendoktor bekommen? Weiss das jemand? Herr Rico hat endlich mal offene Worte in Richtung Ukraine gefunden. Einer der wenigen aus dem demokratischen Europa. Würde ich mir von Merkel wünschen.
motorradrudi 20.10.2014
2. Sie freut sich
Lasst sie doch glücklich sein. Denn mit der Situation hier in BRD und ihren weggelächelten Problemen hat sie einfach mehr Spaß in SK und Tschechien.
thinking_about 21.10.2014
3. Ganz neue Töne??
>>Die Ukraine dürfe nicht hoffen, dass "alle etwas zur Lösung der ukrainischen Probleme tun werden, nur die Ukraine selbst nicht." Es dürfe auch nicht erwartet werden, dass die EU die ukrainischen Gasschulden bei Russland übernehme.
espressoli 21.10.2014
4.
Wenn die deutsche Kanzlerin sonst schon keine nennenswerten Erfolge einfährt, kann man ihr ja wenigstens einen Doktor um den Hals hängen... Von irgendwas muss die Frau ja "zehren" können...
bin verwirrt 21.10.2014
5. :-)
Fico redet ganz frei von der Seele weg, was viele denken. Wer wie die Ukraine gerne Krieg spielt, sollte auch groß genug sein, sich selbst um seine Gasgeschäfte zu kümmern.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.