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Appell an Obama: "New York Times" und "Guardian" fordern Gnade für Snowden

Whistleblower Snowden (Archivbild): "In Würde in die Heimat zurückkehren" Zur Großansicht
AP/ WikiLeaks

Whistleblower Snowden (Archivbild): "In Würde in die Heimat zurückkehren"

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AP/ WikiLeaks

Die "New York Times" und der britische "Guardian" berichten seit Monaten über Erkenntnisse Edward Snowdens. Jetzt verlangen die beiden Blätter von US-Präsident Obama, dem Whistleblower eine Rückkehr in seine Heimat zu ermöglichen.

Hamburg - Beide Blätter erheben die Forderung in Leitartikeln vom Donnerstag. Es sei an der Zeit, dass die USA Snowden einen Deal "oder eine Form von Gnade anbieten, damit dieser in die Heimat zurückkehren kann", schreibt die "New York Times".

Snowden hatte während seiner Tätigkeit als externer Mitarbeiter des US-Geheimdiensts Dokumente gesammelt, die die NSA-Affäre ins Rollen brachten. In den USA werden ihm deshalb Diebstahl von Regierungseigentum, illegale Weitergabe geheimer Informationen sowie Spionage vorgeworfen. Jede der drei Straftaten wird mit langen Freiheitsstrafen geahndet.

Dass Snowden lebenslange Haft vermeiden wolle, sei verständlich, so die "Times". Angesichts des enormen Wertes seiner Enthüllungen "verdient Herr Snowden mehr als ein Leben im permanenten Exil, in ständiger Angst und auf der Flucht", schreiben die Leitartikler.

Sie argumentieren, bislang sei nicht belegt, dass Snowdens Enthüllungen der nationalen Sicherheit der USA tatsächlich geschadet hätten, wie es dessen Kritiker behaupten. Beide Blätter betonen, dass auch die von Obama eingesetzte Expertenkommission aufgrund der Snowden-Enthüllungen Reformen in der Arbeit der NSA gefordert hatte.

Der "Guardian" verweist darauf, dass viele Amtsvorgänger Obamas Begnadigungen ausgesprochen hätten. Man setze darauf, "dass kühle Köpfe in der US-Regierung an einer Strategie arbeiten, um Herrn Snowden eine Rückkehr mit Würde in die USA zu ermöglichen". "Wir hoffen, dass der Präsident seine Macht nutzt, um ihn menschlich zu behandeln, auf eine Weise, die ein leuchtendes Beispiel für den Wert von Whistleblowern und Meinungsfreiheit wäre."

Die Aussichten dafür sind allerdings schlecht: Die US-Regierung hatte im November ein Gnadengesuch Snowdens abgelehnt und geantwortet, der Whistleblower solle in die USA zurückkehren, um sich seinem Prozess zu stellen.

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insgesamt 71 Beiträge
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1. optional
Freidenker10 02.01.2014
Ich schätze mal, dass Obama gerade eher mit seinen zukünftigen Einnahmen als Redner beschäftigt ist. Dieser Mann steht nicht, wie anfangs gedacht, für eine gerechtere Welt. Eigentlich steht er für gar nichts!
2. Selbst wenn...
frodosix 02.01.2014
Selbst wenn Snowden begnadigt würde... ich würde mir an seiner Stelle schwer überlegen in eine Land zurückzukehren in dem jeder potentiell bewaffnet ist und in dem ihn ein nicht unerheblicher Anteil der Bevölkerung einfach nur als Verräter ansieht.
3. Peinlich
fgroe 02.01.2014
Ist halt für viele sehr Peinlich. Z.B. Frau Merkl regt sich auf wenn sie abgehört wird, das Abhören von Millionen Deutschen stört sie nicht. Peinlich ist es auch wenn Politiker zu unwichtig sind um abgehört zu werden. Z.B. die österreichischen.
4. Unabgebracht
Mario_Muster 02.01.2014
Naja... das Wort "Gnade" finde ich ziemlich unangebracht für Snowden. Richtig wäre Gerechtigkeit.
5. Lobenswert
Einfacher Bürger 02.01.2014
Aber aussichtslos. Der Regierung wurde massiv ans Bein gepinkelt (zu Recht) und um ihr Gesicht zu wahren, wird sie keine Gnade walten lassen und darauf beharren, dass Snowden Akten geklaut hat (trotzig). Snowden wird erst zu einem späteren Zeitpunkt seine Rehabilitation erfahren. Bürgerrechtler-Schicksal.
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