Finanzkrise: Söder dringt auf Griechenlands Euro-Austritt

Griechenland will die harten Sparauflagen der Troika lockern - doch für Bayerns Finanzminister Markus Söder machen die Rettungsversuche nur noch wenig Sinn. Er hält die Bemühungen für gescheitert: "Aus meiner Sicht muss man ein Ausstiegsszenario für Griechenland vorbereiten."

Finanzminister Söder (CSU): "Ausstiegsszenario für Griechenland vorbereiten"Zur Großansicht
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Finanzminister Söder (CSU): "Ausstiegsszenario für Griechenland vorbereiten"

München/Athen - Während die internationalen Geldgeber Griechenlands weiter um eine Rettung des hochverschuldeten Landes kämpfen, fällt Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) bereits sein Urteil: "Griechenland kann und will es wohl nicht schaffen", sagte er der "Augsburger Allgemeinen". Die Bemühungen, Griechenland in der Euro-Zone zu halten, seien gescheitert. "Aus meiner Sicht muss man ein Ausstiegsszenario für Griechenland vorbereiten."

Söder sagte, der Staat sei wirtschaftlich kaputt und könne mit dem Euro keinen Neuanfang bewältigen. Die übrigen Länder der Euro-Zone nähmen seiner Meinung nach durch einen Ausstieg der Griechen aus der Gemeinschaftswährung mittlerweile keinen Schaden mehr. "Würde Griechenland heute insolvent gehen, wäre das schlimm für das Land, aber für den Rest Europas wäre das Risiko beherrschbar."

In dieser Woche werden Vertreter der Troika, der Geldgeber von EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF), erstmals die neue griechische Regierung in Athen besuchen. Die Experten sollen prüfen, welche Reformschritte Griechenland bisher umgesetzt hat. Doch die Regierung von Ministerpräsident Antonis Samaras hofft darauf, das vereinbarte Sparpaket wieder aufzuschnüren.

Die Koalition arbeitet an einer Liste mit den gewünschten Veränderungen. Von der Troika hängt die Auszahlung weiterer Kredittranchen ab. Griechenland ist auf das Geld angewiesen, um den drohenden Staatsbankrott zu verhindern.

dpa/heb

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insgesamt 56 Beiträge
budenspecht 03.07.2012
Die Frage ist immer: "Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld, wer hat so viel Pinkepinke - wer hat soooo viel Geld? England fällt aus. USA Pleite. Hollande in Schockstarre im Angesicht eines 40 [...]
Die Frage ist immer: "Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld, wer hat so viel Pinkepinke - wer hat soooo viel Geld? England fällt aus. USA Pleite. Hollande in Schockstarre im Angesicht eines 40 Milliarden-Loches. Dazu hat er noch die Merkel am Hals, und das weiß er wohl, nach dem, was vor 4 Tagen geschah. Dann bleiben noch ...? Finnland ... "wenn Nokia hustet, hat Finnland eine Grippe, hieß es einmal? Die Schweiz? "Wer da mitmacht, sollte zum Nervenarzt gehen. Irgendwann ist die Part halt vorbei - und einen wird es wohl erwischen.
PRhodan 03.07.2012
Vielleicht SPIEGEL gelesen? Gewöhnlich heißt ja: geht es noch blöder, frag den Söder! Es spricht: der international renommierte Finanzexperte Söder. Nur hat er hier leider recht, ohne das man ihm zutraut, dass diese Erkenntnis auf [...]
Vielleicht SPIEGEL gelesen? Gewöhnlich heißt ja: geht es noch blöder, frag den Söder! Es spricht: der international renommierte Finanzexperte Söder. Nur hat er hier leider recht, ohne das man ihm zutraut, dass diese Erkenntnis auf seinem eigenen Mist gewachsen ist. Aber so kommt man in die Medien. Fehlen noch die Sprechblasen von Rösler dazu. Wetten, dass die Medien auch diesen Schwachsinn wieder abdrucken werden werden?
Konradii 03.07.2012
...kann sich nicht selbst finanzieren und ist zeitgleich unwillig Reformen durchzusetzen. Die Verhandlungstaktik der Griechen mutet betrügerisch an. Letzte Ausfahrt: Austritt Griechenlands!
Zitat von sysopGriechenland will die harten Sparauflagen der Troika lockern - doch für Bayerns Finanzminister Markus Söder machen die Rettungsversuche nur noch wenig Sinn. Er hält die Bemühungen für gescheitert: "Aus meiner Sicht muss man ein Ausstiegsszenario für Griechenland vorbereiten." Söder dringt auf Ausstieg Griechenlands aus der Euro-Zone - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,842215,00.html)
...kann sich nicht selbst finanzieren und ist zeitgleich unwillig Reformen durchzusetzen. Die Verhandlungstaktik der Griechen mutet betrügerisch an. Letzte Ausfahrt: Austritt Griechenlands!
cirkular 03.07.2012
sollte endlich sein völlig überdimensioniertes Waffenarsenal verkaufen und für die verbliebene Armee Kampfaufträge von solventen Geldgebern gewinnen. Dann kommt endlich wieder Spannung auf.
sollte endlich sein völlig überdimensioniertes Waffenarsenal verkaufen und für die verbliebene Armee Kampfaufträge von solventen Geldgebern gewinnen. Dann kommt endlich wieder Spannung auf.
hahahans 03.07.2012
So tief sind wir gesunken, dass wir heute schon dankbar sind, einmal aus Politikermunde etwas Anderes als die übliche Rettungsrhethorik zu hören - und wenn's nur der Mund von Söder ist. Ich bin ihm trotzdem dankbar, dass [...]
Zitat von PRhodanEs spricht: der international renommierte Finanzexperte Söder. Nur hat er hier leider recht, ohne das man ihm zutraut, dass diese Erkenntnis auf seinem eigenen Mist gewachsen ist.
So tief sind wir gesunken, dass wir heute schon dankbar sind, einmal aus Politikermunde etwas Anderes als die übliche Rettungsrhethorik zu hören - und wenn's nur der Mund von Söder ist. Ich bin ihm trotzdem dankbar, dass er den Mut hat, seine Meinung öffentlich gegen die herrschende 2/3-"alles-wird-gut-wenn-wir-Deutschen-bis-zum-Ausbluten-zahlen"-Mehrheit in diesem Lande zu äußern. Müsste er ja nicht tun.
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  • Dienstag, 03.07.2012 – 08:46 Uhr
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Gedränge unter dem Rettungsschirm
Im April 2010 beschloss der EU-Gipfel das erste Rettungspaket in Höhe von 110 Milliarden Euro für drei Jahre, bestehend aus bilateralen Krediten unter Beteiligung des Internationalen Währungsfonds (IWF). Ein Jahr später legten die Staats- und Regierungschefs ein zweites Rettungspaket nach, an dem sich neben dem IWF auch die privaten Gläubiger mit einem Forderungsverzicht beteiligten. Das später ausgehandelte Gesamtvolumen: 172,6 Milliarden Euro (inklusive 24,4 Milliarden aus dem alten Programm) für die kommenden zwei Jahre. 30 Milliarden Euro davon gehen indes nicht an Athen, sondern zur Absicherung an die Banken. Deren Verlust aus dem Schuldenschnitt: 107 Milliarden Euro.





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