Somalia Al-Qaida ruft zum Dschihad auf

In einer Internet-Botschaft hat die Nummer 2 des Terrornetzwerks al-Qaida, Aiman al-Sawahri, Islamisten zu Selbstmordanschlägen auf die äthiopische Ordnungsmacht aufgerufen. Gotteskrieger sollten in Somalia einen ähnlichen Terror verbreiten wie die Mudschahedin in Afghanistan.


Dubai - Aiman al-Sawahiri, der Stellvertreter von Quaida-Chef Osama Bin Laden ruft zum asymmetrischen Krieg gegen die äthiopischen Truppen auf, die in Somalia die Übergangsregierung schützen: Die äthiopischen Truppen müssten "ausradiert" werden. Dazu seien alle Mittel recht: von Angriffen aus dem Hinterhalt über das Legen von Minen bis hin zu Selbstmordanschlägen.

Die Islamisten sollten am Horn von Afrika ähnlich wie die Mudschahedin in Afghanistan und dem Irak vorgehen - ihr Beispiel zeige, dass mit solchen Anschlägen sogar eine Weltmacht wie die USA besiegt werden könne, sagte er in einer Tonbandbotschaft, die heute auf einer von Islamisten genutzten Webseite erschien.

Das Eingreifen des christlich geprägten Äthiopiens hatte zur entscheidenden Wende im Bürgerkrieg in Somalia geführt. Die radikal-muslimischen Rebellen der Islamischen Gerichte hatten kurz darauf die Kontrolle über die Hauptstadt Mogadischu verloren und wurden weiter zurückgedrängt. Auch ihre Hochburg Kismayu in der südlichen Grenzregion zu Kenia mussten sie aufgeben. Beobachter befürchten nun einen Guerillakrieg ähnlich dem Aufstand gegen die Regierung im Irak.

ssu/rtr



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