Somalia Islamisten steinigen "Frau mit elf Ehemännern"

Das Opfer wurde bis zum Hals in der Erde vergraben und mit Steinen beworfen: Die islamistische Shabaab-Miliz hat in Somalia eine Frau wegen angeblicher Polygamie hingerichtet.

Shabaab-Kämpfer (Archivbild)
AP

Shabaab-Kämpfer (Archivbild)


In Somalia hat die Terrormiliz al-Shabaab eine Frau wegen mutmaßlicher Polygamie zu Tode gesteinigt. Ein örtliches Gericht habe ihr vorgeworfen, mit elf Männern gleichzeitig verheiratet zu sein, hieß es auf einer Webseite, die der Gruppe als Sprachrohr dient. Zwei der elf Männer hätten darüber ausgesagt.

Die Frau wurde demnach in der Region Sablale im Süden des Landes bis zum Hals in der Erde vergraben und mit Steinen beworfen.

Die mit Al-Kaida verbundenen sunnitischen Fundamentalisten kämpfen in Somalia seit Jahren für die Errichtung eines sogenannten Gottesstaats. In den von ihr kontrollierten zentralen und südlichen Landesteilen legen sie die islamische Rechtsprechung Scharia äußerst brutal aus, wozu auch öffentliche Hinrichtungen gehören.

Unterdessen sind bei einem Selbstmordanschlag in Somalia mindestens elf Menschen getötet worden. Ein Attentäter, vermutlich auf einer Autorikscha, habe sich in der Region Wanlaweyn im Süden des Landes in die Luft gesprengt und dabei zehn Menschen, alle Zivilisten, mit in den Tod gerissen, sagte ein Polizist. Demnach war das Ziel des Anschlags vermutlich ein Militärfahrzeug.

Mehrere Gebäude wurden durch die Explosion beschädigt. Zunächst reklamierte keiner die Tat für sich. Allerdings kommt es in dem Land am Horn von Afrika immer wieder zu Anschlägen der Shabaab.

wal/dpa

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.