Terror in Somalia Mindestens elf Tote nach Autobombenanschlag

Ein Wagen mit Sprengstoff explodierte am Eingang eines Einkaufszentrums in Somalias Hauptstadt Mogadischu, dabei wurden etliche Menschen getötet. Die Terrororganisation Al-Shabaab reklamiert den Anschlag für sich.

Anschlagsort in Mogadischu
REUTERS

Anschlagsort in Mogadischu


Bei der Explosion einer Autobombe vor einem Einkaufszentrum in Somalia sind nach Polizeiangaben mindestens elf Menschen getötet worden.

Bei dem Anschlag in der Hauptstadt Mogadischu wurden am Montag zudem mindestens 15 weitere Menschen verletzt, wie Polizeibeamte erklärten. Über dem Stadtviertel stieg nach der Explosion weithin sichtbarer Rauch auf.

Die islamistische Terrororganisation Al-Shabaab reklamierte den Anschlag für sich, wie eine den Extremisten nahe stehende Webseite berichtete. Das Ziel des Angriffs sei ein Treffen von leitenden Beamten in einem Restaurant neben dem Einkaufszentrum gewesen, hieß es. In dem Zentrum gibt es unter anderem Läden, Banken und Büros.

Bei einem weiteren Anschlag am Montag in der Hafenstadt Bossasso in der halbautonomen Region Puntland im Nordosten wurde der aus Malta stammende Hafenmanager erschossen.

Wie ein Vertreter der örtlichen Sicherheitsbehörden sagte, wurde der Mann, der für den Hafenbetreiber DP World Group aus Dubai arbeitete, im Hafen von einem bewaffneten Angreifer erschossen. Auch zu diesem Attentat bekannte sich die Schabab-Miliz.

Die Extremisten verüben immer wieder Anschläge in Mogadischu und anderen Orten Somalias. Die sunnitischen Fundamentalisten kämpfen in dem Land am Horn von Afrika um die Vorherrschaft. Meist schlagen sie im Land zu, immer wieder sind dabei auch ausländische Soldaten das Ziel.

Mitte Januar reklamierte Al-Shabab auch einen Anschlag in der kenianischen Hauptstadt Nairobi für sich. Dabei kamen mindestens 15 Menschen bei einer Attacke auf ein Hotel ums Leben.

Kenia stellt im Nachbarland Somalia eines der größten ausländischen Kontingente im Kampfverband der Afrikanischen Union gegen die Extremisten. Damit begründen die Islamisten, dass auch Kenia immer wieder zum Ziel islamistischer Attentate mit Dutzenden Toten wird.

cht/dpa



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