Einsatz vor Somalia Fregatte "Sachsen" lässt Piraten wieder frei

Die deutsche Fregatte "Sachsen" hat sieben der Piraterie verdächtige Somalier an der Küste ihres Heimatlandes abgesetzt. Die Männer hatten am Wochenende versucht, eine iranische Dau in ihre Gewalt zu bringen. Die Deutschen beendeten den Überfall.

Pirat an der somalischen Küste: Die Operation Atalanta soll Übergriffe verhindern
AFP

Pirat an der somalischen Küste: Die Operation Atalanta soll Übergriffe verhindern


Hamburg - Die Fregatte "Sachsen" hat am Dienstag sieben somalische Männer von Bord gelassen. Sie setzte sie auf Weisung des Kommandeurs des operativen Kommandos der EU-Mission Atalanta gegen fünf Uhr morgens an der somalischen Küste ab. Die Männer waren seit einem misslungenen Kaperversuch am Samstag in Gewahrsam an Bord des deutschen Schiffs. Sie wurden nach Angaben der Bundeswehr erkennungsdienstlich behandelt. Schließlich sei festgestellt worden, dass die Beweise gegen die mutmaßlichen Piraten für eine gerichtliche Strafverfolgung nicht ausreichend seien.

Die "Sachsen" war am Samstag einem iranischen Schiff zu Hilfe geeilt, dass einen Kaperversuch über Funk meldete. Der Kapitän der Dau gab dabei an, dass er von bewaffneten Piraten bedroht und geschlagen wurde. An Bord waren 20 Iraner.

Die "Sachsen" operiert seit zwei Wochen wieder im Rahmen der Operation "Atalanta" vor der somalischen Küste.

mgb/ler



© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.