Somalia Zwölf Soldaten sterben bei Terrorangriff

Extremisten der Terrormiliz al-Schabab haben Friedenstruppen der Afrikanischen Union in Somalia angegriffen. Dabei kamen zwölf Soldaten ums Leben. Bei den Opfern handelt es sich um Einsatzkräfte aus Uganda.

Soldaten der Afrikanischen Union
DPA

Soldaten der Afrikanischen Union


Bei einem Angriff der Terrormiliz al-Schabab in Somalia auf Friedenstruppen der Afrikanischen Union (AU) sind mindestens zwölf ugandische Soldaten getötet worden. Sieben Ugander seien verletzt worden, teilte ein Sprecher des ugandischen Verteidigungsministeriums mit.

Demnach patrouillierten die ugandischen Soldaten zusammen mit den somalischen Streitkräften rund 140 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Mogadischu. Die somalische Regierung äußerte sich auf Anfrage nicht zu dem Vorfall. Al-Schabab erklärte am Sonntag über den Radiosender Andalus, sie hätten 39 ugandische AU-Soldaten getötet.

Zudem sei bei einem Luftangriff des US-Militärs im Süden Somalias am Samstag ein Schabab-Kämpfer getötet worden, so das Afrika-Kommando der US-Streitkräfte. US-Präsident Donald Trump hatte dem Pentagon Ende März die Genehmigung für ein aggressiveres Vorgehen gegen die Miliz erteilt. Das Militär darf seither zielgenaue Luftangriffe zur Unterstützung der somalischen Truppen und der AU fliegen.

Die sunnitischen Extremisten von al-Schabab kämpfen seit Jahren um die Vorherrschaft in Somalia. Sie wollen in dem Land am Horn von Afrika einen sogenannten Gottesstaat errichten und führen immer wieder Angriffe und Anschläge auf Soldaten, Polizei und Zivilisten aus. Eine 22.000 Mann starke Truppe der AU unterstützt die somalischen Streitkräfte im Kampf gegen die Gruppe. An der Mission sind mehrere afrikanische Staaten beteiligt, etwa Uganda und Kenia.

kev/dpa



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