Somalia Zahlreiche Tote bei Terrorüberfall auf Restaurant in Mogadischu

Die Schabab-Miliz hat ein Strandlokal in Mogadischu angegriffen. Nach stundenlanger Belagerung stürmten somalische Sicherheitskräfte das Gebäude. Mindestens 19 Menschen wurden bei dem Anschlag getötet.

Helfer am Lido Beach von Mogadischu: Angehörige suchen nach Überlebenden
AP/dpa

Helfer am Lido Beach von Mogadischu: Angehörige suchen nach Überlebenden


Mehrere Kämpfer der mit al-Qaida verbündeten Terrororganisation al-Schabab sind in ein Strandrestaurant in Somalias Hauptstadt Mogadischu eingedrungen. Zunächst schossen die Angreifer auf die Gäste, dann verschanzten sie sich in dem Gebäude im Stadtteil Lido Beach.

Am frühen Freitagmorgen stürmten Sicherheitskräfte das Gebäude. Nach Angaben der Behörden konnten sie zahlreiche Menschen retten, die im Restaurant festgehalten worden waren. Insgesamt wurden bei dem Terrorangriff aber mindestens 19 Menschen getötet, unter ihnen Frauen und Kinder, teilte die Polizei mit.

Die Schabab-Miliz bekannte sich in einer Audiobotschaft zu der Tat. Laut den Sicherheitskräften wurden vier Angreifer getötet, ein fünfter sei festgenommen worden.

Die Schabab-Miliz kämpft in dem Land am Horn von Afrika seit Jahren mit Gewalt für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats. Derzeit sind etwa 22.000 Soldaten der Afrikanischen Union in Somalia stationiert. Sie unterstützen die international anerkannte Regierung. Es gelang ihnen in den vergangenen Jahren weitgehend, die Rebellen aus Mogadischu und weiteren Städten zu vertreiben, doch kontrollieren die militanten Islamisten noch mehrere ländliche Regionen.

Vergangene Woche hatte die Schabab-Miliz im Südwesten des Landes einen Stützpunkt der Militärmission der Afrikanischen Union in Somalia (Amisom) angegriffen. Die Terrorgruppe behauptete, dabei seien mehr als hundert kenianische Soldaten getötet worden. Kenia machte keine Angaben zur Zahl der getöteten oder verletzten Soldaten.

syd/AP/AFP



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