Somalia Zehntausende Kinder vom Hungertod bedroht

Eine schwere Dürre plagt Somalia. Angesichts einer drohenden Hungersnot und einer Cholera-Epidemie ist Uno-Generalsekretär António Guterres nun in das Land im Osten Afrikas gereist.

REUTERS

Drei Millionen Menschen brauchen dringend Lebensmittel, Zehntausende Kinder sind akut vom Hungertod bedroht. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Somalia - rund 6,2 Millionen Menschen - ist wegen einer anhaltenden Dürre auf humanitäre Hilfe angewiesen. In einigen Teilen des Landes am Horn von Afrika wurde bereits der Notstand ausgerufen, und Hilfsorganisationen befürchten, dass die Lage eskalieren könnte.

Angesichts dieser dramatischen Situation ist Uno-Generalsekretär António Guterres nach Somalia gereist. "Menschen sterben. Die Welt muss jetzt handeln, um das zu stoppen", schrieb Guterres auf Twitter bei seiner Ankunft in der Hauptstadt Mogadischu.

Bei seinem Besuch plane Guterres, auch ein Lager von Binnenflüchtlingen zu besuchen, teilte sein Sprecher ebenfalls über Twitter mit.

Der Mangel an sauberem Trinkwasser führte zudem zu einem Ausbruch von Cholera in Somalia. Nach Regierungsangaben der vergangenen Woche starben binnen 48 Stunden mindestens 110 Menschen an der Durchfallerkrankung und Hunger.

Fotostrecke

4  Bilder
Somalia: Hungerkrise spitzt sich weiter zu

Neben Somalia sind auch weitere Länder der Region von Hungersnöten bedroht, darunter der Südsudan, Jemen und Nigeria. Betroffen sind insgesamt mehr als 20 Millionen Menschen.

sil/dpa/AFP



© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.