Somalia US-Armee fliegt Luftangriff gegen Schabab-Miliz

Ein "hochrangiger Anführer" war das Ziel: Die USA haben die radikalislamische Schabab-Miliz in Somalia angegriffen. Im September wurde bei einem ähnlichen Einsatz der damalige Chef der Terrorgruppe getötet.

Kämpfer der Schabab-Miliz (Archiv): Ziel der US-Armee
REUTERS

Kämpfer der Schabab-Miliz (Archiv): Ziel der US-Armee


Mogadischu - Die USA haben einen Luftangriff gegen die islamistische Schabab-Miliz in Somalia geflogen. Der Militäreinsatz in der Nähe von Saakow im Süden des Landes habe sich gegen einen hochrangigen Anführer der Rebellenbewegung gerichtet, sagte Pentagon-Sprecher John Kirby. Einen Namen nannte er nicht, auch zum Ausgang der Aktion wolte er sich nicht äußern. Bislang könne er nur sagen, dass keine Zivilisten oder Unbeteiligte getötet worden seien, so Kirby.

Die somalische Regierung hatte erst am Samstag einen Erfolg im Kampf gegen die Schabab-Miliz verkündet: Einer ihrer wichtigsten Anführer, Sakarija Ismail Ahmed Hersi, hatte sich in der Grenzregion zu Kenia und Äthiopien den Behörden gestellt. Er galt als eine Art "Geheimdienstchef" der Gruppe, die USA hatten auf ihn ein Kopfgeld von drei Millionen Dollar (2,5 Millionen Euro) ausgesetzt. Hinter dem Schritt werden blutig ausgetragene Machtkämpfe innerhalb der Terrormiliz vermutet.

Bei einem Luftschlag im Herbst war der damalige Anführer der Gruppe, Ahmed Abdi Godane, ums Leben gekommen. Für die USA galt er als einer der meistgesuchten Terroristen der Welt. Auf Godane war ein Kopfgeld von sieben Millionen Dollar (umgerechnet etwa 5,4 Millionen Euro) ausgesetzt. Godanes Nachfolger Ahmad Umar nutzt mehrere Pseudonyme, er soll aber nicht das Ziel des jüngsten Luftangriffs gewesen sein, berichtet die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf eine anonyme Quelle aus dem US-Militär.

Die Schabab-Miliz ist mit dem Terrornetzwerk al-Qaida verbündetet. Sie will ihre eigene, strikte Auslegung des islamischen Rechts in Somalia durchsetzen. Sie kontrollierte über Jahre weite Gebiete im Süden und Zentrum des Landes, doch wurde inzwischen aus Mogadischu und anderen Städten zurückgedrängt. Die Islamisten beherrschen aber immer noch einige Gebiete und verüben immer wieder schwere Anschläge in Somalia und im benachbarten Kenia.

vet/dpa/Reuters/AP/AFP



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insgesamt 12 Beiträge
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leinritt 30.12.2014
1. Wieder einmal......
waehrend viele, viele hier immer nur quatschen und quatschen und ueber die Ami's schimpfen und ueber die Ami's im wahrsten Sinnes des Wortes herziehen, werden die Ami's das Gesindel der Welt los. Thank you Amerika !
kremenchug 30.12.2014
2. Rein gefühlsmäßig hat niemand etwas dagegen
dass derartige Terroristen bekämpft werden. Die Tatsache aber, dass die USA in jedem beliebigen Land der Welt meinen, machen zu können was sie wollen und jeden töten zu können, den sie kriegen, zeigt die Verkommenheit dieses Systems. Man stelle sich vor, die Russen würden einen Luftangriff in einem fremden Lande fliegen. Das Weiße Haus würde sich in seinen Erklärungen überschlagen und die Russen als Banditen hinstellen. Die werden ja schon verrückt, wenn Russland in internationalen Gewässern kreuzt oder fliegt. Ganz klar. Die Gegner Russlands sind Freiheitskämpfer. Die Gegner der USA-Terrorristen.
Sleeper_in_Metropolis 30.12.2014
3.
Prinizpiell eine gute Sache, so ein Angriff. Nur werden einzelne Präzisionsschläge bei so einer Grupper vermutlich nicht helfen, da sicherlich jemand anderes relativ schnell in die nun freie Position aufrücken wird.
quadraginti 30.12.2014
4.
Zitat von Sleeper_in_MetropolisPrinizpiell eine gute Sache, so ein Angriff. Nur werden einzelne Präzisionsschläge bei so einer Grupper vermutlich nicht helfen, da sicherlich jemand anderes relativ schnell in die nun freie Position aufrücken wird.
Sie haben's auf den Punkt gebracht. Die Geschichte mit der Hydra.
kremenchug 30.12.2014
5.
Zitat von leinrittwaehrend viele, viele hier immer nur quatschen und quatschen und ueber die Ami's schimpfen und ueber die Ami's im wahrsten Sinnes des Wortes herziehen, werden die Ami's das Gesindel der Welt los. Thank you Amerika !
Thank you? Wofür? Für das in aller Welt durch die USA angerichtete Chaos oder für die Flüchtlingsströme, nicht in die USA, sondern nach Europa? Sie sollten, ehe sie schreiben, das Gehirn einschalten.
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