Terror in Somalia Zivilisten sterben bei Anschlag auf AU-Friedenstruppe

Bei einem Anschlag sind in Somalia mehrere Menschen getötet worden, weitere wurden verletzt. Ziel des Selbstmordattentäters war ein Konvoi der AU-Friedenstruppe. Die somalische Schabab-Miliz bekannte sich anscheinend zu den Angriffen.


Mogadischu - Ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug ist in Somalia in einen Konvoi der Friedenstruppe der Afrikanischen Union gefahren. Bei dem Selbstmordanschlag starben mehrere Menschen, die Zahlen sind bisher jedoch widersprüchlich.

Die Nachrichtenagentur Reuters beruft sich auf Behördenangaben und berichtet von mindestens zwölf toten Zivilisten. Mehrere Menschen seien zudem verletzt worden, darunter zwei Soldaten, sagte ein Regionalgouverneur in einem Telefonat, der nach eigenen Angaben hinter dem Konvois fuhr. Die Nachrichtenagentur AP beruft sich auf einen Polizisten, der berichtet, mindestens fünf Zivilisten seien ums Leben gekommen.

Die Schabab-Miliz bekannte sich zu dem Angriff auf den Konvoi. Der militärische Sprecher der Terrorgruppe, Abdiasis Abu Musab, sprach sogar von zwei Bombenangriffen: "Wir stecken hinter den zwei Autobomben", sagte der Extremist der Agentur Reuters.

Die radikalislamische Organisation versucht, in Somalia ihre eigene, strikte Auslegung des islamischen Rechts durchsetzen. Die Regierung bemüht sich hingegen, das afrikanische Land mit internationaler Hilfe zu befrieden - nach Jahrzehnten des Bürgerkrieges und der Anarchie.

Die Verbindungen der Schabab-Miliz reichen bis nach Deutschland: Drei deutsche Männer wurden nach ihrer Rückkehr aus Kenia am Frankfurter Flughafen wegen Terrorverdachts festgenommen. Sie sollen der Terrorgruppe angehören. Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe bestätigte am Montag einen entsprechenden Bericht von SWR Info.

vek/Reuters/AP

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A&O 09.09.2014
1. Gedanken noch eines Schlechtmenschen
Schabab Milizen - das sind die Verbrecher, von denen drei sogenannte "Deutsche" just bei der Wiedereinreise nach Deutschland verhaftet wurden. Es steht zu befürchten das man die demnächst wieder laufen lässt und sie ihr Werk bei uns fortsetzen dürfen.
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