Space Force Trump unterzeichnet Dekret für Weltraumarmee

Unter Ronald Reagan wollten die USA mit "Star Wars" das All militärisch kontrollieren. Mit Donald Trump hat nun ein Nachfolger im Amt des US-Präsidenten das Thema offenbar wiederentdeckt.

Blick aus dem Weltall
imago/ Ikon Images

Blick aus dem Weltall


US-Präsident Donald Trump hat ein Dekret zur Schaffung von Weltraumstreitkräften unterzeichnet. Angesichts der Bedrohungen weltweit sei eine Führungsrolle der USA im All wichtiger denn je, sagte Trump im Weißen Haus.

"Mit der heutigen Maßnahme werden wir dafür sorgen, dass unser Volk sicher ist, dass unsere Interessen geschützt sind und dass unsere Macht weiterhin unübertroffen bleibt", sagte der Präsident.

Bereits seit dem Kalten Krieg versuchen die USA, das Weltall militärisch zu dominieren. Hierzu hatte US-Präsident Ronald Reagan Ende der Achtzigerjahre ein als "Star Wars" verspottetes Verteidigungskonzept erarbeitet, um aus dem All heraus Atomraketen abzuwehren. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurden diese Pläne für solch einen Raketenschild weniger stark fortgeführt.

Donald Trump hat das Weltall als militärische Sphäre nun wieder hervorgehoben. Die neue Space Force wird demnach neben Air Force, Armee, Küstenwache, Marinekorps und Marine zum sechsten Teil der Streitkräfte erhoben - verbleibt aber zunächst administrativ innerhalb der Luftwaffe. Diese war bislang für den größten Teil der militärischen Weltraumprojekte verantwortlich.

Donald Trump
SHAWN THEW/EPA-EFE/REX

Donald Trump

Laut Dekret soll sie militärische Weltraumeinheiten für die Verteidigung "organisieren, ausbilden und ausrüsten". Unter anderem sollen die Weltraumstreitkräfte eng mit dem Geheimdienst zusammenarbeiten.

apr/dpa



insgesamt 47 Beiträge
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archi47 20.02.2019
1. Aufrüstung statt Abrüstung
und zwar überall. Diese Nation läßt keine mögliche Bedrohung aus um einziger Hegemon zu bleiben. Mal sehen, wie lange diese Einfalt trägt ...
grumpy53 20.02.2019
2. nur zu
wenn dann all die unbedingt notwendigen Mauern gebaut sind (nach der Richtung Mexiko dann noch eine rund um Europa, um China und Russland, dann kann er ja per Notstandserlaß auch die Aufrüstung eines Todessterns und diverser Flugmaschinen erzwingen. Wow. So viel Größenwahn bei einem einzigen Menschen, und so viel Macht. Ist doch erschreckend, was hingenommen wird, um die Republikaner an der Regierung zu behalten.
hps 20.02.2019
3. Den Konsequenzen der Gewaltphilosophie ins Auge blicken
Als die Luftfahrt-Technik realisiert wurde, haben sich auch die Streitkräfte die neuen, revolutionären Kampfmöglichkeit zu eigen gemacht. Es ist, wenn man sich schon dem System der Einflussnahme mittels Gewalt verschreibt, absolut notwendig, dass man dann auch alle Optionen, die diese Philosophie bietet, zieht. Was wäre sonst der Sinn der Gewaltbereitstellung?
Beat Adler 20.02.2019
4. Trump kopiert Obama, fuer einmal!
Zitat von archi47und zwar überall. Diese Nation läßt keine mögliche Bedrohung aus um einziger Hegemon zu bleiben. Mal sehen, wie lange diese Einfalt trägt ...
Trump kopiert Obama, fuer einmal! Es war Obama, der oeffentlich erklaerte, dass die USA auf jedem Gefechtsfeld die Nummer EINS bleiben werden: Auf dem Boden, auf dem Wasser, unter dem Wasser, in der Luft, im Weltraum und im Cyberspace! Was erlauben Trump? Den Obama nachmachen:-) geht's noch? mfG Beat
ruhepuls 20.02.2019
5. Wer Macht hat, will sie behalten...
Kein Volk der Welt denkt zuerst an andere (auch die Deutschen nicht, sobald es uns "was kostet"). Nur, die starken Völker setzen dabei auf Stärke (Militär) und die schwachen Völker versuchen mit Diplomatie durchzukommen oder mit wirtschaftlichen Verflechtungen. Insofern ist das Handeln der Amerikaner nur logisch - aus ihrer Sicht. Und bringt nebenbei noch neuen Schwung in die Technik. Das Internet war auch mal ein Kind des Militärs, ebenso wie viele Technologien, die wir heute zivil nutzen.
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