"El País"-Bericht CIA könnte in Angriff auf nordkoreanische Botschaft verwickelt sein

Bei einer Attacke auf die nordkoreanische Botschaft in Madrid wurden Mitarbeiter gefesselt und geschlagen. Zwei der Angreifer haben laut einem Zeitungsbericht Verbindungen zum US-Geheimdienst CIA.

Nordkoreanische Botschaft in Madrid
REUTERS

Nordkoreanische Botschaft in Madrid


Der Zwischenfall könnte weitreichende Konsequenzen haben: Spanische Ermittler untersuchen einem Bericht zufolge, inwiefern die CIA in einen Angriff auf die nordkoreanische Botschaft in Madrid verwickelt ist. Informationen der spanischen Zeitung "El País" zufolge gibt es bei mindestens zwei der Angreifer eine Verbindung zum US-amerikanischen Geheimdienst. Eine Anfrage der BBC bei den entsprechenden Behörden blieb zunächst unbeantwortet.

Am 22. Februar, nur wenige Tage vor dem Nordkorea-Gipfel von US-Präsident Donald Trump und Machthaber Kim Jong Un, waren Medienberichten zufolge zehn Angreifer in das Botschaftsgebäude eingedrungen. Dort sollen sie acht Anwesende gefesselt und geschlagen haben, schreibt unter anderem "El Confidencial". Den Angreifern sei es vor allem um Informationen auf Computern und Telefonen gegangen. Eine Frau habe sich befreien und durch ein Fenster fliehen können. Nachbarn hörten demnach ihre Hilferufe und alarmierten die Polizei.

Diese sei aber zunächst am Eingang der Botschaft abgewiesen worden. Ein Mann sagte den Beamten, es sei nichts geschehen. Minuten später seien die Angreifer in Botschaftslimousinen geflüchtet, die später herrenlos aufgefunden wurden.

Nach Informationen von "El Confidencial" gibt es mehrere Fährten, die die Polizei gerade verfolgt. Keine Theorie sei zum derzeitigen Zeitpunkt auszuschließen. Aber nach Angaben von anonymen Quellen "werde die Möglichkeit wahrscheinlicher, dass die Geheimdienste der USA die Aktion geplant haben, wahrscheinlich in Zusammenarbeit mit anderen Geheimdiensten oder anderen Partnern."

"El País" zufolge gibt es Annahmen, dass der Angriff dazu gedient haben sollte, Informationen über den ehemaligen Botschafter Kim Hyok Chol zu bekommen. Er wurde nach Nukleartests des Regimes im Jahr 2017 des Landes verwiesen, ist nun aber eine zentrale Person bei den Abrüstungsgesprächen zwischen Nordkorea und den USA. In dieser Funktion half er auch, den Gipfel in Vietnam zwischen Kim und Trump vorzubereiten.

Wenn sich bestätigen sollte, dass die CIA hinter dem Angriff stecke, würde das zu einem diplomatischen Streit zwischen Washington und Madrid führen, schreibt "El País" weiter. Das würde nicht nur bedeuten, dass die US-Behörde ohne Erlaubnis auf spanischem Boden eine solche Aktion durchgezogen habe, sondern sei auch ein Bruch mit internationalen Konventionen, die diplomatische Vertretungen schützen sollten.

vks/slü



insgesamt 52 Beiträge
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Sissy.Voss 14.03.2019
1. Unglaubwürdig
So dämlich ist nicht einmal Trump, dass er so eine Aktion vor den Treffen mit Kim initiiert hätte. Bleibt als Alternative, dass die CIA den Überfall geplant hat, eben damit der Termin platzen sollte, was dann aus mysteriösen Gründen nicht geklappt hat. Oder haben wir den Abbruch der Verhandlungen zwischen Trump und Kim als Echo auf dieses Geschehen zu interpretieren? Die spätere, milde Reaktion Trumps könnte dafür sprechen.
smokiebrandy 14.03.2019
2. ... also der Text enthält mehrere Fehler...
Punkt 1 das Wort "könnte" ist völlig fehl am Platz... wenn sich Mitarbeiter des CIA an diesem Überfall beteiligt haben, dann war das ganze auch eine Aktion der CIA...oder glaubt jemand , dass die ihr eigenes Ding in ihrer Freizeit durchziehen , weil ihnen langweilig ist ? Punkt 2 ... wieso sollte sich der Geheimdienst an irgendwelche rechtlichen Vereinbarungen halten? Dann wäre es ja kein Geheimdienst...? Punkt 3 ... was will Spanien denn machen? Protestieren? Drohen? Den CIA kann man sehr schlecht vor einen internationalen Gerichtshof schleppen ...den erkennt die USA doch selbst gar nicht an.. wie auch? Spanien solkte sich selbst besser mal fragen, ob sie in Zukunft irgendwelche Maßnahmen ergreifen solkten um Botschaften auf ihrem Territorium vor Übergriffen fremder Dienste schützen zu können... am besten VOR solchen Übergriffen...
ronald1952 14.03.2019
3. Ich hoffe
nicht das die Amerikaner so dumm sein werden so etwas zu machen, auch wenn ich den Amerikanern einiges zutraue. Sollte das Tatsächlich bewiesen werden, dann ist das an Dummheit wirklich nicht mehr zu überbieten und für manche Länder gibt es schon weniger Gründe für einen Krieg. Außerdem was sollen den diese Botschaftsangehörige verbrochen haben? Sind Botschaftsangehörige nicht Tabu? Niemand sollte solche Reglungen versuchen zu Untergraben sonst hat die Immunität keinen Sinn. Man greift keine Botschaft an, in keinem Land der Welt. schönen Tag noch,
Partyzant 14.03.2019
4. US Herrschaft
so langsam muss man vor den eigenen Verbündeten Angst haben im eigenen Land - die USA haben ihren Anspruch auf demokratische Werte längst verloren.
ihawk 14.03.2019
5. CIA Angriff
Sollte sich herausstellen, dass tatsächlich der CIA diesen Angriff geplant hat und CIA Mitarbeiter an dem Angriff beteiligt waren, dann hat meines Erachtens die USA ein weitreichendes diplomatisches Problem.
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