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Wahl in Spanien: Podemos-Chef kritisiert deutsche Dominanz in der EU

Podemos-Chef Iglesias: Drittstärkste Kraft bei Parlamentswahl Zur Großansicht
REUTERS

Podemos-Chef Iglesias: Drittstärkste Kraft bei Parlamentswahl

Zum ersten Mal ist die Linkspartei Podemos ins spanische Parlament eingezogen. Spitzenkandidat Iglesias nutzt die Aufmerksamkeit für eine klare Botschaft: Spanien werde nicht länger Deutschlands Anhängsel sein.

Der Chef der Linkspartei Podemos, Pablo Iglesias, hat einen Tag nach der Parlamentswahl in Spanien Kritik an der deutschen Dominanz in der Europäischen Union geübt. "Unsere Botschaft an Europa ist klar", sagte Iglesias am Montag gegenüber Journalisten in Madrid. Für Podemos stehe Spaniens "Souveränität" an erster Stelle. Spanien werde nicht länger ein Anhängsel Deutschlands sein.

Podemos ("Wir können") entstand während der Krise in Spanien aus einer linken Protestbewegung heraus. Iglesias, von Beruf Politologieprofessor an der Madrider Complutense-Universität, hatte immer wieder mit radikalen Ansagen Aufsehen erregt und das Establishment in die Enge getrieben. Bei der Wahl am Sonntag wurde die Partei mit 20,6 Prozent drittstärkste Kraft.

Die konservative Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy fuhr mit 28,7 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis seit 1993 ein und verlor ihre parlamentarische Mehrheit - allerdings zeichnet sich auch keine Koalitionsbündnis ab. Podemos und die sozialistische PSOE kündigten bereits an, dass sie einen Amtsverbleib Rajoys verhindern wollen.

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Parlamentswahl in Spanien: Aus zwei wird vier

brk/AFP

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 112 Beiträge
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1. Iglesias ist kein Professor!
juanth 21.12.2015
Iglesias ist Lehrer (im spanischen Professor) und gab 1 Std pro Monat in Seminaren. Ein Uni-Prof heisst im spanischen: catedratico und muss wie ueberall auf der Welt einiges vorweisen. Die Leistungen von Iglesias: Beratung von Chavez und Maduro, das Ergebnis ist bekannt.
2. Da bin ich aber mal gespannt...
Orthoklas 21.12.2015
Spaniens Wirtschaftslage ist ausgesprochen trübe - den versteckten Vorwurf an Deutschland kann ich nicht nachvollziehen. Auch die Formulierung Anhängsel nicht. Der Podemos-Chef muss nach seinen markigen Sprüchen erstmal zeigen, wie er sich auf dem aalglatten Politparkett hält. Würde mich nicht wundern, wenn es am Ende bei heißer Luft endet.
3. Anhängsel?
chb_74 21.12.2015
Ich bin mir nicht so sicher, ob dem Herrn klar ist, wer große Teile der Strukturhilfen aufbringt, von denen Länder wie Spanien massiv profitier(t)en. Die kann man natürlich abschaffen und damit Deutschlands Dominanz in der EU dämpfen. Fragt sich, wer da den schlechteren Deal machen wird...
4. Tja, das wird wohl nix
habu 21.12.2015
Wer nach so einem Wahlsieg nicht Visionen entwickelt, sondern sich weiterhin nur seine Sündenböcke streichelt, der hat schon verloren. Aufbruch sieht anders aus.
5. Beissreflex
frentzen001 21.12.2015
Interessant, daß in der gesamten europäischen Politik ein Beißreflex zu verspüren ist, der sofort in Richtung Deutschland zielt. Keiner hat was dagegen wenn sie ihre Probleme alleine lösen, anstatt sofort nach dem stupid german money zu rufen.
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