Nach Tod eines Senegalesen Dutzende Migranten protestieren in Spanien gegen die Polizei

Unruhen im spanischen Seebad Salou: Nach dem Tod eines 50-Jährigen, der auf der Flucht vor der Polizei aus dem dritten Stock eines Hauses sprang, stellten sich etwa 200 Menschen den Polizeieinheiten entgegen.

Aufgebrachte Menschen treffen im spanischen Salou auf die Polizei: Stühle, Tische und Steine gegen die Einsatzkräfte
DPA

Aufgebrachte Menschen treffen im spanischen Salou auf die Polizei: Stühle, Tische und Steine gegen die Einsatzkräfte


Im Nordosten Spaniens sind Dutzende Menschen auf die Straße gegangen, um nach dem Tod eines 50 Jahre alten Mannes aus dem Senegal gegen die Polizei zu protestieren.

Der Mann sei am Dienstag vom Balkon seiner Wohnung in der katalanischen Stadt Salou gesprungen und habe sich dabei tödlich verletzt, berichteten Medien unter Berufung auf die Behörden.

Die Polizisten wollten den Mann demnach festnehmen. Er habe im Verdacht gestanden, mit Raubkopien von CDs und DVDs zu handeln, hieß es. Nachdem Beamte an seine Tür geklopft hatten, sprang er aus dem dritten Stock in die Tiefe.

Als die Leiche abtransportiert werden sollte, versammelten sich rund 200 Menschen zum Protest. Sie sollen die Beamten unter anderem mit Stühlen, Tischen und Steinen beworfen und auch Gleise einer Zugstrecke besetzt haben.

Bei den Zusammenstößen seien insgesamt 16 Beamte und Demonstranten verletzt worden. Mindestens zwölf Personen wurden vorübergehend festgenommen.

sun/dpa/AP

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