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Reaktionen zur Parlamentswahl: "Heute wurde ein neues Spanien geboren"

PP-Anhänger in Madrid: "Wir haben die Wahl gewonnen" Zur Großansicht
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PP-Anhänger in Madrid: "Wir haben die Wahl gewonnen"

Podemos jubelt: Die Newcomer-Partei belegt bei der Parlamentswahl in Spanien Platz drei. Spitzenkandidat Iglesias spricht vom Beginn einer neuen politischen Ära. Die Konservativen erklären sich zwar zum Wahlsieger, Feierstimmung sieht aber anders aus.

Hunderte Menschen sind vor der Parteizentrale von Podemos in Madrid zusammengekommen. Sie hielten lilafarbene Ballons und Banner in die Luft. Auf einigen Plakaten steht der Parteiname, zu Deutsch "Wir können", auf anderen schlicht "Yes". Mit 20,61 Prozent liegt ihre Newcomer-Partei Hochrechnungen zufolge auf Platz drei bei der Parlamentswahl - ein Erfolg gegen die etablierten Parteien.

"Spanien hat sich verändert", sagte Inigo Errejon - die Nummer zwei bei Podemos. "Viele Menschen haben das Vertrauen in traditionelle Parteien verloren. Das Zweiparteiensystem ist Geschichte."

Wenig später trat der Podemos-Vorsitzende und Spitzenkandidat vor die Presse. "Heute ist ein historischer Tag für Spanien", sagte Pablo Iglesias. Es sei der Beginn einer neuen politischen Ära im Land, die Wähler hätten sich "für den Wechsel und für ein neues politisches System" ausgesprochen. "Spanien wird nicht mehr dasselbe sein." Heute sei ein neues Spanien geboren worden.

Die Spitzenkandidaten der etablierten Parteien mussten bei der Wahl herbe Verluste verkraften: Die konservative Volkspartei von Ministerpräsident Mariano Rajoy verlor am Sonntag ihre absolute Mehrheit und erhielt nur noch 28,71 Prozent der Stimmen (alle aktuellen Hochrechnungen und Hintergründe zu den Parteien finden Sie hier.).

Dennoch kündigte Rajoy an, er werde versuchen, eine stabile Regierung zu bilden. "Wir haben die Wahl gewonnen", sagte er in der Nacht zum Montag. "Und wer die Wahl gewonnen hat, muss auch die Regierung bilden."

brk/Reuters/dpa

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insgesamt 8 Beiträge
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1. Motivierendes Ergebnis für neue Parteien in anderen Ländern
raber 21.12.2015
Tatsächlich sind diese Ergebnisse erstaunlich für eine neue Partei. Es wäre interessant zu erfahren wie die Wahlbeteiligung aussieht. Neue Parteien in anderen Ländern werden es auch las Ansporn sehen und Wähler sich auch denken, dass sie eine beeinflussende Möglichkeit haben. Nur 1,5 Prozentpunkte unter der PSOE ist eine starke Leistung.
2. Na bitte
rockwater 21.12.2015
Europa wird nicht immer rechter. Nur wo es keine linke Opposition mehr gibt, wählen man notgedrungen rechts.
3. Auweia
taglöhner 21.12.2015
Zitat von rockwaterEuropa wird nicht immer rechter. Nur wo es keine linke Opposition mehr gibt, wählen man notgedrungen rechts.
Klar, reine Notwehr. Hauptsache extrem, gell? Aufklärung war gestern, Ideologie ist Trumpf.
4. Wahlsystem
ausmisten 21.12.2015
Das spanische ist undemokratisch und benachteiligt kleine Parteien. Waehrend die PP fuer einen Abgeordnetensitz 58600 Stimmen benoetigte, muss etwa IU fuer den gleichen Sitz 461000 Stimmen erbringen. Waere die PP als groesste Partei mit Abgeordneten ihren Stimmenanteil entsprechend ausgestattet,so waere die Regierungsbildung einfacher.
5. man
louis-winthorpe 21.12.2015
darf nun gespannt sein, wann die 'Troika' des Wählers Willen offiziel in Frage stellt und das spanische Tafelsilber zum Verkauf stellen wird. Es darf in Europa alles geählt werden, nur den sog. Linksruck darf es nicht geben, denn er stellt eine echte und einzige Gefahr dar für das Kapital zügelloser Banken, die NWO, für TTIP, Polizei- und Totalüberwachungssaat
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Bevölkerung: 46,440 Mio.

Fläche: 505.968 km²

Hauptstadt: Madrid

Staatsoberhaupt:
König Felipe VI.

Regierungschef: Mariano Rajoy

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