Sparpläne US-Armee schließt Stützpunkte in Deutschland

Das US-Verteidigungsministerium muss sparen. Als Folge will Minister Chuck Hagel jetzt Standorte des US-Militärs in Europa schließen. Auch Deutschland ist betroffen.

US-Soldaten auf der US-Airbase in Ramstein: Notwendige Einsparungen
DPA

US-Soldaten auf der US-Airbase in Ramstein: Notwendige Einsparungen


Washington - Weil das Pentagon sparen muss, will das US-Militär in den kommenden zehn Jahren 15 Standorte in Deutschland und anderen europäischen Ländern schließen. Vor allem Großbritannien ist laut dem am Donnerstag veröffentlichten Dokument von den Sparmaßnahmen betroffen. Demnach wollen die Amerikaner ihre Streitkräfte in dem Land um 2000 Soldaten reduzieren, der Stützpunkt Mildenhall soll wieder an die britische Regierung übertragen werden.

In Deutschland geht es unter anderem um das Luftwaffengeschwader der Spangdahlem Airbase, das nach Italien verlegt werden soll. Auch der Standort Mainz-Kastel und die Barton Barracks in Ansbach (Bayern) werden geschlossen. Verteidigungsminister Chuck Hagel räumte ein, dass die Einsparungen auch zum Verlust von Arbeitsplätzen führen werden. Sie seien jedoch notwendig, um in Europa die größtmögliche Schlagkraft zu erhalten, hieß es.

Das US-Militär soll seinen Etat innerhalb von zehn Jahren um knapp eine Billion Dollar reduzieren, die angepeilten Maßnahmen dürften pro Jahr rund eine halbe Milliarde ausmachen. Ursprünglich wollte das Pentagon vor allem im eigenen Land sparen: In den USA sind die Standorte laut Schätzungen zu 20 Prozent überbesetzt.

Doch die Idee stieß auf Widerstände im Kongress, die Abgeordneten forderten, die Streitkräfte zuerst in Europa zu reduzieren. Aktuell halten sich hier etwa 64.000 US-Soldaten auf.

mja/Reuters

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insgesamt 55 Beiträge
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Immanuel_Goldstein 08.01.2015
1. Man könnte problemlos noch mehr sparen
Schließt endlich den Dagger-Complex und all die anderen illegalen Spionageeinrichtungen in Deutschland und Europa. Damit kann man Milliarden sparen.
tandorai55 08.01.2015
2. Das ist ja mal eine gute Nachricht.
Die hiesigen US-Streitkräfte sind ein Überbleibsel aus der Nachkriegszeit. Sie tragen als letzte Besatzungstruppen keinesfalls zu irgendeiner Art von Stabilisierung bei, sondern höchstens zu deren Gegenteil. Sie kosten Deutschland viel Geld und machen die weltweiten US-Kriege erst führbar. Deutschland sollte nicht jammern wegen einiger wegfallender Jobs bei dieser Armee, sondern kreative Ideen entwickeln, wie die freiwerdenden Ressourcen zum Wohle Deutschlands und Europas genutzt werden können.
raederdieter 08.01.2015
3. Sparpläne: US-Armee
Ist doch mal eine gute Nachricht
hermann_huber 08.01.2015
4. Bw
O je. Damm muss die Bundeswehr alles alleine machen. .. Nein ist ein Scherz. Die tun doch gar nichts. Funktioniert doch nix.
hugahuga 08.01.2015
5. Wohl eher dem Vorhaben geschuldet, Basen weiter
an die russische Grenze verlegen zu können - Dank der Vorarbeit von Frau Nuland z.B. in die Ukraine. Jazenjuk - als gut trainierter UAmerikaner - würde als ,Deutschen Ersatz' sicher gerne einspringen.
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