Manama - In der Nähe der britischen Botschaft in Bahrain ist am Sonntag ein Sprengsatz in einem Kleinbus explodiert. Das Fahrzeug sei auf einem öffentlichen Parkplatz in der Hauptstadt Manama etwa 50 Meter von der Botschaft entfernt abgestellt worden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Der vordere Teil des Fahrzeugs wurde schwer beschädigt, Verletzte gab es nicht.
Die Bombe war den Angaben zufolge am Vorderrad des Kleinbusses platziert. Der Stärke der Explosion nach zu urteilen, sei eine hochexplosive Substanz benutzt worden. Die Behörden nannten keine Verdächtigen in dem Fall.
Auffällig ist die zeitliche Nähe zu einem Vorfall in Teheran: Dort hatten Demonstranten am Dienstag aus Protest gegen verschärfte Sanktionen im Atomkonflikt die britische Botschaft gestürmt. Großbritannien und andere westliche Länder zogen daraufhin ihre Diplomaten aus Iran ab. Am Sonntag verschärfte sich der Konflikt, als Iran den Abschuss einer amerikanischen Drohne meldete.
Bahrain hat in den vergangenen Monaten mit Unterstützung des Nachbarlands Saudi-Arabien eine erwachende Demokratiebewegung unterdrückt. Zuletzt waren im Königreich die Sicherheitsvorkehrungen wegen religiöser Zeremonien der Schiiten verschärft worden.
Unterdessen verurteilte ein Militärgericht in Bahrain drei Sportler zu jeweils einem Jahr Haft. Sie hätten sich nicht an die Anweisung gehalten, Demonstrationen gegen das Herrscherhaus fernzubleiben. Bei den Verurteilten, die alle Mitarbeiter der Streitkräfte sind, handele es sich um einen Bodybuilder, einen Nationaltorhüter und ein Mitglied der bahrainischen Basketball-Mannschaft. Weitere 61 Sportler müssen sich Anfang Januar wegen ähnlicher Vorwürfe vor Gericht verantworten.
dab/dapd/Reuters
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