Stadion als Anschlagsziel Israel stellt Terror-Planer vor Gericht

Sie planten nach Informationen des Geheimdienstes einen Raketen-Anschlag auf das größte Fußballstadion in Jerusalem: Die israelische Staatsanwaltschaft hat zwei mutmaßliche Terroristen angeklagt. Sie sollen militante Kämpfer der Hamas und der Muslimbruderschaft sein.

Teddy-Kollek-Stadion in Jerusalem: Zwei Verdächtige wurden festgenommen
AFP

Teddy-Kollek-Stadion in Jerusalem: Zwei Verdächtige wurden festgenommen


Jerusalem - Die israelische Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen vier Palästinenser und einen Israeli erhoben. Dabei geht es um einen angeblich geplanten Anschlag auf das Teddy-Kollek-Fußballstadion in Jerusalem, den der israelische Inlandsgeheimdienst hat nach eigenen Angaben verhindern konnte.

Die beiden Hauptverdächtigen, ein Palästinenser und ein israelischer Araber, seien am Sonntag angeklagt worden, teilte der Geheimdienst Schin Beth mit. Die Staatsanwaltschaft werfe ihnen Mitgliedschaft und Unterstützung einer Terrororganisation, Waffenbesitz und "Verschwörung zur Verübung eines Verbrechens" vor.

Drei weitere Palästinenser wurden demnach angeklagt, weil sie den Hauptverdächtigen Schusswaffen verkauft haben sollen. Alle Angeklagten seien geständig gewesen.

Den Angaben zufolge waren die beiden Hauptangeklagten mehrere Jahre lang militante Kämpfer der islamistischen Hamas und der Muslimbrüder in Jerusalem. Sie wurden bereits im November festgenommen. Laut Schin Beth hatte das Duo "die Möglichkeit geprüft", während eines Fußballspiels eine Rakete auf das Teddy-Stadion zu feuern, das mit einem Fassungsvermögen von über 20.000 Zuschauern größte Stadion von West-Jerusalem. Die Männer hätten den "besten Angriffsort" finden wollen und hierfür bereits Erkundungen gemacht, ohne jedoch zur Tat zu schreiten, erklärte der Geheimdienst.

ore/AFP



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