Russlandaffäre Bannon muss erneut vor dem Geheimdienstausschuss aussagen

Bei seinem ersten Interview zur Russlandaffäre verweigerte Stephen Bannon mehrmals die Aussage. Jetzt wurde der Ex-Berater von US-Präsident Trump erneut vor den Geheimdienstausschuss zitiert.

Stephen Bannon
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Das Interview soll am Mittwoch hinter verschlossenen Türen stattfinden: Stephen Bannon, der ehemalige Chefberater von US-Präsident Donald Trump, soll in der Russlandaffäre erneut vor dem Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses aussagen.

Der Geheimdienstausschuss untersucht die mögliche Einflussnahme durch Moskau auf die US-Präsidentschaftswahl sowie mögliche Verbindungen aus Russland zu Trumps damaligem Wahlkampfteam.

Mitte Januar war Bannon bereits zehn Stunden lang von dem Geheimdienstausschuss befragt worden. Mehrfach berief er sich dabei auf ein exekutives Sonderrecht und verweigerte damit die Aussage. Der demokratische Abgeordnete Adam Schiff hatte damals von einem "effektvollen Maulkorb des Weißen Hauses" gesprochen. Die US-Regierung wies den Vorwurf zurück.

Während des Wahlkampfs hatte Bannon das Team Trumps geleitet. Bis zu seinem Rücktritt im August war Bannon außerdem ein Berater und einer der engsten Vertrauten des Präsidenten gewesen. Zuletzt hatten sich Bannon und Trump allerdings öffentlich zerstritten - auch wegen des Enthüllungsbuchs "Fire and Fury" von Michael Wolf. Viele Informationen aus der Veröffentlichung sollen von Bannon stammen.

Darin hatte Bannon den Sohn des Präsidenten, Donald Trump junior, im Zusammenhang mit der Russlandaffäre scharf kritisiert. Außerdem hatte er gesagt, er halte es für ausgeschlossen, dass Trump nichts von einem umstrittenen Treffen seines Sohns Donald junior sowie weiterer enger Vertrauter mit einer russischen Anwältin im Trump Tower in New York gewusst habe. Später relativierte Bannon seine Aussagen.

aev/AP

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