Pornostar vs. Präsident Richter weist Klage von Stormy Daniels gegen Trump ab

Stormy Daniels ist erneut mit einer Klage vor Gericht gescheitert. Die Pornodarstellerin wollte ihre Verschwiegenheitserklärung zur angeblichen Affäre mit dem US-Präsidenten kippen.

Stephanie Clifford, aka Stormy Daniels
AP

Stephanie Clifford, aka Stormy Daniels


Im juristischen Streit mit US-Präsident Donald Trump hat ein Gericht eine Klage von Pornostar Stormy Daniels abgewiesen. Das berichteten US-Medien.

Mit der Klage wollte die Schauspielerin eine Vereinbarung anfechten, die es ihr untersagt, öffentlich über eine angebliche Affäre mit Trump zu sprechen.

Der Richter in Los Angeles wies die Klage mit der Begründung zurück, die Schauspielerin habe bereits "genau das bekommen, was sie wollte", schrieb die "Los Angeles Times". Trump habe zuvor bereits zugesagt, die Geheimhaltungsvereinbarung nicht durchzusetzen.

Stormy Daniels, die mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford heißt, hatte nach eigener Aussage im Jahr 2006 Sex mit Trump. Trumps Ex-Anwalt Michael Cohen sagte jüngst, er habe im Auftrag Trumps Schweigegeld an den Pornostar gezahlt, um im Wahlkampf Schaden von Trump abzuwenden. Trump räumte nach mehreren Dementis eine Zahlung ein, bestreitet aber die Affäre mit Clifford. Die 39-Jährige hat mittlerweile ein Buch über den Fall veröffentlicht.

Zweite Niederlage vor Gericht

Kürzlich wurde bekannt, dass der US-Sender Fox einem Bericht zufolge bereits vor der Präsidentschaftswahl Informationen über die mutmaßliche Affäre besaß - ohne sie zu veröffentlichen. Im Wahlkampf hätte dies dem Präsidenten erheblich schaden können.

Auf Twitter wertete Clifford die richterliche Entscheidung als Aus für die Geheimhaltungsvereinbarung. Sie sagte, vor gut einem Jahr noch sei ihr mit Schadenersatzforderungen von bis zu 20 Millionen Dollar gedroht worden, sollte sie die Vereinbarung verletzen. "Froh, dass ich standhaft geblieben bin & weitergekämpft habe", schrieb sie. Auch ihr Anwalt Michael Avenatti erklärte auf Twitter, "sie hat gewonnen".

Trumps Anwalt Charles Harder wertete die richterliche Entscheidung hingegen laut "Los Angeles Times" als Sieg für den Präsidenten. Bereits im vergangenen Jahr musste Clifford eine juristische Niederlage hinnehmen. Damals hatte derselbe Bundesrichter ihre Verleumdungsklage gegen Trump abgewiesen.

mho/dpa



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