Straße von Hormus US-Flugzeugträger trifft im Persischen Golf ein

Inmitten wachsender Spannungen mit Iran ist die "Abraham Lincoln" ungehindert in den Persischen Golf eingelaufen. Der US-Flugzeugträger wurde von französischen und britischen Kriegsschiffen begleitet. In Brüssel wollen die Außenminister der EU bald ein Öl-Embargo gegen Teheran verhängen.

US-Flugzeugträger "Abraham Lincoln": Signal an Teheran
REUTERS

US-Flugzeugträger "Abraham Lincoln": Signal an Teheran


Washington - Der US-Flugzeugträger "Abraham Lincoln" ist trotz massiver Drohungen aus Iran unbehindert in den Persischen Golf eingelaufen. Die Trägergruppe passierte die Meerenge von Hormus in Begleitung britischer und französischer Kriegsschiffe, wie der Nachrichtensender CNN am Montagmorgen berichtete. Zusammen mit der "Carl Vinson" hat die US Navy jetzt wieder zwei Flugzeugträger in der Region stationiert, nachdem die "John Stennis" vor etwa zwei Wochen in den Pazifik verlegt worden war. Teheran hatte die USA daraufhin gewarnt, keinen neuen Flugzeugträger in den Golf zu schicken.

In der darauf folgenden Auseinandersetzung zwischen Washington und Teheran hatte Iran unter anderem gedroht, die Meerenge von Hormus für den Schiffsverkehr - vor allem für die Erdöltanker für den Westen - zu sperren. Dass britische, französische und US-Kriegsschiffe die Meerenge nun gemeinsam passieren, gilt als klares Signal an Teheran, dass der Westen dies nicht zulassen wird. Washington hatte Iran zudem mit militärischer Gewalt gedroht.

EU will Sanktionen verabschieden

In den vergangenen Tagen hatte Iran Signale der Entspannung gesendet. Am Samstag hieß es aus Teheran, dass die Regierung die Manöver im Persischen Golf als normal ansehe. Am Donnerstag hatte Außenminister Ali Akbar Salehi erklärt, sein Land habe niemals versucht, den Seeverkehr durch die Meerenge zu blockieren. Das dürfte auch im Zusammenhang mit der am Montag anstehenden EU-Entscheidung über ein mögliches Importverbot für iranisches Erdöl stehen. Die Außenminister der Gemeinschaft kommen am Vormittag für entsprechende Gespräche in Brüssel zusammen. Im Atomstreit mit dem Land werden zudem Gelder der iranischen Zentralbank eingefroren.

Die Sanktionen sollen sofort in Kraft treten. Für bereits abgeschlossene Lieferverträge ist eine Übergangsfrist bis zum 1. Juli geplant. Die Führung in Teheran hatte die EU zuvor eindringlich vor einer Verschärfung der Strafmaßnahmen gewarnt.

Vor seinem Abflug nach Brüssel erklärte Außenminister Guido Westerwelle: "Ich bin zuversichtlich, dass die EU heute eine entschlossene Antwort gibt auf die Weigerung Irans, seine internationalen Verpflichtungen beim Atomprogramm zu erfüllen." Selbstverständlich bleibe die Tür zum Dialog offen. "Derzeit haben wir aber keine andere Wahl, als neue Sanktionen zu ergreifen, die die Finanzquellen des Atomprogramms austrocknen", so Westerwelle.

ler/dpa/AFP

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zompel 23.01.2012
1. Da macht ja das Panzergeschenk
Zitat von sysopInmitten wachsender*Spannungen mit*Iran ist*die "Abraham Lincoln" ungehindert in den Persischen Golf eingelaufen. Der US-Flugzeugträger*wurde von französischen und britischen Kriegsschiffen begleitet. In Brüssel wollen*die Außenminister der EU*bald*ein Öl-Embargo gegen Teheran verhängen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,810695,00.html
an die Griechen Sinn, da hat man schnell 600 Panzer abrufbereit. Irgendwann wird es schon klappen mit Krieg.
ronald1952 23.01.2012
2. EU Importverbot?
Zitat von sysopInmitten wachsender*Spannungen mit*Iran ist*die "Abraham Lincoln" ungehindert in den Persischen Golf eingelaufen. Der US-Flugzeugträger*wurde von französischen und britischen Kriegsschiffen begleitet. In Brüssel wollen*die Außenminister der EU*bald*ein Öl-Embargo gegen Teheran verhängen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,810695,00.html
es ist wirklich Lachhaft was die EU mal wieder von sich gibt.Haben diese Deppen eigendlich absolut nichts mehr im Kopf? Der einzige der sich über ein solches Importverbot freuen würde, ist China.Die kaufen dann alles auf. Aber die USA schon lange als Kriegstreiber NR.1 entlarft, stehen ja schon in den Startlöchern für ihren nächsten überfall auf ein Land.Keiner setzt wirklich auf Entspannung, sondern auf Unterdrückung jedweder Art, wenn es Intressen zur Energiegewinnung geht. schönen Tag noch.
freixen 23.01.2012
3. und wiedermal...
treten "unsere Verbündete" internatonales Recht mit Füßen. Die Strasse von Hormus ist Iranisches Hoheitsgewässer (12Meilen Zone). Dazu regelt Teil III, Art. 17 UNCLOS: "geniessen die Schiffe aller Staaten, ob Küsten- oder Binnenstaaten, das Recht der friedlichen Durchfahrt durch das Küstenmeer." Eine "friedliche Durchfahrt" (gem. Art. 19) ist hier nicht gegeben. Aber ntürlich interessieren sich weder Briten, noch die USA für internationales Recht - ansonsten würde GW Bush jetzt in einer Zelle in Den Haag auf sein Urteil warten.
Indigo76 23.01.2012
4. Ich lieg vor Lachen am Boden
Zitat von sysopInmitten wachsender*Spannungen mit*Iran ist*die "Abraham Lincoln" ungehindert in den Persischen Golf eingelaufen. Der US-Flugzeugträger*wurde von französischen und britischen Kriegsschiffen begleitet. In Brüssel wollen*die Außenminister der EU*bald*ein Öl-Embargo gegen Teheran verhängen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,810695,00.html
Dieses Säbelgerassel ist absolut kindisch und durchschaubar. Iran hat gedroht und nichts gatan, jetzt droht Amerika mit militärischer Gewalt, aber auch sie werden nichts tun. Es ist wie im kalten Krieg. Vor mehr als einer grossen Klappe haben beide Seiten viel zu viel Schiss. Wenn man die Gelder und Enerergien, die beide Seiten für dieses lächerliche Schauspiel verschwenden, für etwas Sinnvolles nutzen würde, könnte man das eine oder andere afrikanische Land vom Hunger befreien.
blumirror 23.01.2012
5. Da wären es dann drei
Guten Morgen Spiegel. Damit trifft im persischen Golf die Abraham Lincoln auf die dort schon liegende John C Stennis (CVN74) und George H.W.Bush (CVN77). Die Positionen der US-Flugzeugträger kann man hier abfragen: CV Locations (http://www.gonavy.jp/CVLocation.html)
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