Hamburg - Klare Ansage an die Griechen vom deutschen Finanzminister: Geld gibt es nur für Gegenleistungen. Das hat Wolfgang Schäuble in der "Zeit" nun noch einmal deutlich gemacht. Aber der Schuldensünder Griechenland brauche nicht nur Druck - sondern auch Wachstumsperspektiven, sagte der CDU-Politiker. Und da hat er eine Idee: Der Wochenzeitung sagte er, man könne die Mittelmeerländer in die frisch beschlossene deutsche Energiewende integrieren.
"Griechenland hat eine viel höhere Anzahl von Sonnenstunden im Jahr als wir in Deutschland und könnte Strom zu uns exportieren", sagte der CDU-Politiker. "Die griechische Wirtschaft hätte damit ein wettbewerbsfähiges Exportgut, und ein begehrtes dazu." Ohne solche Perspektiven tue er sich schwer, "dem deutschen Steuerzahler das erhebliche Risiko eines neuen Programms" für Griechenland aufzubürden.
Zudem glaube er fest daran, dass die Banken zur Finanzierung Griechenlands einen freiwilligen Beitrag leisten: "Alle haben Interesse an der Stabilisierung von Griechenland. Die Mitgliedstaaten ebenso wie die privaten Gläubiger. Daher werden sich sowohl die Euro-Staaten als auch die Privaten an dem neuen Griechenlandpaket beteiligen."
Schäuble hatte am Montag bekannt gegeben, dass Deutschlands Beitrag zur Rettung maroder Euro-Länder steigt. Der Minister bezifferte beim Treffen der EU-Finanzminister in Luxemburg den Betrag nun auf 211 Milliarden Euro. Dies ergebe sich aus der beschlossenen Aufstockung der Garantien für den derzeit laufenden Euro-Rettungsschirm EFSF, der angeschlagene Staaten vor der Pleite retten soll.
ler/dapd/dpa
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Politik | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Ausland | RSS |
| alles zum Thema Euro-Zone | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH