Quetta - Pakistanische Sicherheitskräfte haben elf Iraner wegen unerlaubten Grenzübertritts festgenommen. Die Iraner seien aus dem Nachbarland in zwei Fahrzeugen illegal über die Grenze gekommen, sagte ein Vertreter des Innenministeriums der südwestpakistanischen Provinz Baluchistan am Montag. Sie würden nun befragt. Das Außenministerium sei eingeschaltet worden.
Ein Beamter der Grenzpolizei, der anonym bleiben wollte, sagte, es handele sich bei den Festgenommenen zumindest zum Teil um Mitglieder der iranischen Revolutionsgarden. Die übrigen seien iranische Grenzschützer.
Nach einem schweren Anschlag auf die Revolutionsgarden im Süden Irans vor gut einer Woche hatte Teheran erklärt, die Attentäter seien aus Pakistan gekommen und seien vom pakistanischen Geheimdienst unterstützt worden. Ein Sprecher der Revolutionsgarden hatte daraufhin Zugang seiner Männer auf pakistanisches Staatsgebiet gefordert, um die Täter dort zu jagen.
Nach Angaben des Ministeriumsvertreters suchen iranische Sicherheitskräfte seit Tagen entlang der Grenze zu Pakistan nach Verdächtigen. Der Chef der Revolutionsgarden, Mohammed Ali Dschafari, forderte Pakistan am Montag erneut auf, den Chef der sunnitischen Rebellengruppe Dschundallah, die sich zu dem Anschlag bekannt hatte, auszuliefern. Islamabad müsse mit Teheran zusammenarbeiten und Abdolmalik Rigi überstellen, erklärte Dschafari.
Einen offiziellen Einsatz iranischer Sicherheitskräfte auf pakistanischem Gebiet dementierte Teheran allerdings heftig. Die Personen, die gefasst worden sind, seien Grenzschützer auf der Jagd nach Treibstoffschmugglern gewesen, berichtete der Fernsehsender Press TV unter Berufung auf gut informierte Quellen. Die Iraner hätten aus Versehen die Grenze überquert.
ffr/AFP/AP/Reuters
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